Archiv-News 01.03.2001

Institutionelle Investoren erhalten eigenen Xetra-Handel

Die Deutsche Börse startet am 2. März eine neue Handelsform, die für die großen Ordervolumina institutioneller Investoren zugeschnitten ist, dem so genannten Block-Crossing. Wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte, läuft dieser Handel, der den Namen Xetra XXL trägt, über ein separates und geschlossenes Orderbuch parallel zum liquiden und transparenten Xetra-Hauptmarkt. Der Hauptmarkt bestimme dabei die Preise in Xetra XXL: Die Mitte der jeweils aktuellen Geld-/ Briefspanne in Xetra ist der Ausführungspreis in Xetra XXL. Werte aus DAX und MDAX werden auf Xetra XXL mit einer Mindestordergröße abhängig von Indexzugehörigkeit und Liquidität dreimal pro Tag um 10 Uhr, 14 Uhr und 17 Uhr gehandelt, so die Deutsche Börse. Die Mindestordergröße bei MDAX-Werten ist danach je nach Liquidität der Aktien 0,5 oder 1 Mill. Euro. Bei DAX-Werten betragen die minimalen Ordergrößen 3, 5 und 7 Mill. Euro, heißt es.

Die Deutsche Börse sieht sich als europäischer Vorreiter, der den vollelektronischen, börslichen Blockhandel von Aktien anbietet. Die Vorteile von Xetra XXL für institutionelle Investoren sind nach Meinung von Volker Potthoff, im Vorstand der Deutschen Börse für Xetra verantwortlich, der überwachte Handel zu Börsenpreisen und eine höhere Prozesseffizienz gegenüber dem heute üblichen OTC-Blockhandel, der über Telefon oder Electronic Communication Networks (ECNs) läuft. Gleichzeitig erschließt sich die Deutsche Börse damit ein neues Geschäft, führte Potthoff weiter aus. Teilnehmer in Xetra XXL sind den Angaben zufolge führende in- und ausländische Banken und Wertpapierhandelshäuser. Zum Markstart werden 29 Teilnehmer den Handel aufnehmen. - gra

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