Archiv-News 08.02.2001
In Europa kaum Gefahr für eine "Harte Landung" der Konjunktur
Die europäischen Aktienmärkte zählen weiterhin zu den chancenreichsten Regionen der nächsten Monate. Diese Meinung vertritt James Elliot, Fondsmanager des FF-European Technology Fund der amerikanisch-britischen Vermögensverwaltung JP Morgan Fleming Asset Management. "Das Wirtschaftswachstum in Euroland ist nach wie vor sehr robust. Wir erwarten, dass dies im gesamten Jahr so bleiben wird. Das würde dazu beitragen, die Unternehmensgewinne zu stützen", so Elliot. Als wichtigen Grund Europa zu favorisieren, nennt der Fondsmanager das Restrukturierungspotenzial in den Unternehmen wie auch auf volkswirtschaftlicher Ebene. "Wir gehen von weiteren Fortschritten in bezug auf Arbeitsmarktreformen, Übernahmegesetze und die Besteuerung aus, die die Attraktivität von Investments in Europa zusätzlich steigern werden", erklärt Elliot.
Auch die fiskalischen Maßnahmen innerhalb der Region würden eine gute Basis für weiteres Wirtschaftswachstum darstellen: "Deutschland und Frankreich haben viel versprechende Reformen und Steuererleichterungen eingeleitet, die die Wirtschaft deutlich ankurbeln dürften. Die Regierungen hatten für diese Maßnahmen, dank der strengen Auflagen des Maastricht-Vertrages für einen Euro-Beitritt, ein relativ stabiles Budget im Rücken“. Die Zinssätze in Euroland haben nach Ansicht des Fondsmanagers ihren Zenit erreicht. Dennoch geht Elliot davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldmarktpolitik noch viele Monate lang nicht lockern wird. "Solange sich die konjunkturelle Entwicklung nicht abschwächt, wird die EZB ihre Strategie nicht ändern", so der Fondsmanager.
Die weitere Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft habe derzeit auf die europäischen Märkte keinen großen Einfluss. "Obwohl sich der Wachstumstrend zuletzt abgeschwächt hat, besteht in Europa kaum die Gefahr einer "Harten Landung" - was auch immer in den USA geschehen wird." Die Wirtschaft in Euroland zeichne sich durch ihre relativ abgeschottete Natur aus, die sie gegen eine Abschwächung der externen Nachfrage weitestgehend immun mache. In dem von James Elliot gemanagten FF-European Technology Fund sind derzeit Unternehmen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland am stärksten vertreten. Zu Elliots Favoriten gehörten momentan Titel wie Alcatel, Spirent und NKT Holdings. - wag
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