Archiv-News 27.02.2001

Hermes stärkt Bundeshaushalt und Standort Deutschland

Die Bundesregierung hat im abgelaufenen Jahr neue Ausfuhrgewährleistungen im Volumen von 38,1 Mrd. DM übernommen, 43% mehr als im Vorjahr. Wie das Wirtschaftsministerium weiter mitteilte, haben die Hermes-Deckungen des Bundes das Geschäftsjahr 2000 mit einem Überschuss von 67 Mill. DM (Vj: 215 Mill. DM) abgeschlossen. Positiv wirkten sich dabei die um 345 Mill. DM auf 1,115 Mrd. DM gestiegenen Entgelteinnahmen aufgrund des hohen Niveaus neuer Deckungsübernahmen aus, hieß es. Bei den Ausgaben fallen den Angaben zufolge die um 405 Mill. DM auf 490 Mill. DM gestiegen Entschädigungszahlungen im Rahmen von Umschuldungen ins Gewicht, die zu einem erheblichen Teil auf die letzte Umschuldung mit Russland zurückzuführen seien. "Insgesamt können wir darauf stolz sein, nach 16 Defizitjahren im zweiten Jahr in Folge ein finanziell positives Ergebnis vorweisen zu können" sagte Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller.

Für wirtschaftliche und politische Schäden seien 1,396 Mrd. DM ausgezahlt worden, während Rückflüsse in Höhe von 982 Mill. DM zu verbuchen waren. Vor dem Hintergrund zu erwartender Rückflüsse aus Russland stünden die Aussichten auf ein Fortsetzen des positiven Trends für dieses Jahr sehr gut, so der Minister. Demzufolge könne sich auch in 2001 ein positives finanzielles Ergebnis einstellen, stellte Müller in Aussicht.

Laut einer vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie wurden in den letzten Jahren jeweils bis zu 216.000 Arbeitsplätze am Standort Deutschland durch Hermes gesichert. Trotzdem der Mittelstand mit 72% die meisten Deckungszusagen erhielt, entfalle nur rund ein Drittel der gesicherten Arbeitsplätze auf diesen Sektor. Ursache dafür seien die jeweils geringeren Geschäftsvolumina pro Einzeldeckung, hieß es aus Berlin. - gra

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