Archiv-News 13.03.2001

Häuslebauer empfinden Kreditgespräch oft unangenehm

Rund 20% aller Immobilieneigentümer empfanden ihr Finanzierungsgespräch mit der Bank im Rückblick als unangenehm. Das fand das Meinungsforschungsinstitut Emnid in einer repräsentativen Umfrage für die Commerzbank zum Thema Immobilienkauf heraus. Außerdem scheuen sich rund 10% der befragten Mieter, ihre finanzielle Situation der Bank gegenüber offenzulegen. Die Banken und Sparkassen können also offenbar bei ihren Finanzierungsgesprächen einiges verbessern.

Allerdings gibt es auch andere Hindernisse, die künftige Immobilienbesitzer vom Erwerb ihrer eigenen vier Wände abhalten. Laut Emnid nehmen 71% der befragten Mieter an, ihr Eigenkapital werde nicht ausreichen. Zudem glaubten rund 50%, die Wunschimmobilie sei zu teuer und die Zinsen zu hoch. Die Angst vor Arbeitslosigkeit verleidet rund 45% der Mieter den Immobilienkauf. Dass diese finanziellen Befürchtungen der Mieter in vielen Fällen unbegründet sind, zeigt die Befragung von Hauseigentümern durch Emnid. Ängste vor Arbeitslosigkeit und vor einer zu teuren Finanzierung wird von dieser Gruppe im Nachhinein deutlich seltener als Hürde genannt als von Mietern. Für Hauseigentümer war rückblickend die Prüfung des Immobilienobjekts der größte Stolperstein (39%). Probleme mit der Eigenkapitalausstattung und der staatlichen Förderung gaben dagegen nur rund 30% zu bedenken.

Grundsätzlich ist das Interesse am Immobilienbesitz aber groß, fand Emnid heraus. Nahezu die Hälfte aller befragten Mieter habe bereits an den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung gedacht, ein Viertel bereits erste Schritte unternommen. Die wichtigsten Motive für den Kauf einer Immobilie sind für die Mehrheit der Befragten die Höhe ihrer derzeitigen Miete (65%) sowie Lage und Art der künftigen Wohnung, schreibt die Commerzbank. - gra

© 2000-2012 Gelon.de

szmtag