Archiv-News 07.03.2001

Geschäftskunden der HypoVereinsbank können jetzt Euros bestellen

Geschäftskunden der HypoVareinsbank können vom l. März 2001 bis zum 30. April 2001 bei der Bank Euros bestellen. Dazu schreibt das Institut jetzt ihre Kunden mit hohem Wechselgeldbedarf gezielt an. Wie das Unternehmen erklärte, sollen so Handel und Gewerbe unterstützt werden, um die Bargeldeinführung am l. Januar 2002 ohne Schwierigkeiten zu meistern. Bestellen können die Kunden in beliebiger Anzahl standardisierte Noten- und Münzpakete, sogenannte "Starter Kits", heißt es. Starter Kits gibt es im Gegenwert von 800 Euro (Scheine) und 275 Euro (Münzen). Die bestellten Wechselgeldpakete können ab Mitte September über die HypoVereinsbank-Filialen bezogen werden. Zudem richte die Bank speziell für die Büroversorgung des Handels in einigen Ballungsgebieten, z.B. in München und Nürnberg, Euro-Servicezentren ein. Sie rechnet mit Bestellungen in einer Grö-ßenordnung von ca. 100 Millionen Euro.

Die HypoVereinsbank gehe weiter davon aus, dass sich der Wechselgeldbedarf des Handels, der gewöhnlich acht Prozent des Tagesumsatzes beträgt, am ersten Werktag des Jahres 2002 um das Zehnfache erhöhen werde. Zwar soll dieser Wechselgeldbedarf in den Folgetagen abnehmen, da der Hauptteil der Euro-Einführung in den ersten vier Arbeitstagen 2002 geleistet werde. Dennoch kalkuliere das Institut für die ersten Tage der Bargeldeinführung mit einem insgesamt um das 20-fache höheren Wechselgeldbedarf.

Um in dieser Situation Versorgungsengpässe zu verhindern, rät das Institut deshalb seinen Kunden, sich mit einem Wechselgeldbestand für mindestens fünf Tage einzudecken. Wer seine nötigen Euro-Bestände schon im ruhigeren Vorfeld beziehe, könne sich außerdem voll und ganz auf seine sonstigen Aufgaben zum Jahreswechsel, wie Jahresabschluss und Preisauszeichnung in der neuen Währung, konzentrieren. Die Vorversorgung ermöglicht auch, dass der Geschäftskunde sich und seine Mitarbeiter durch Schulungen frühzeitig mit dem neuen Geld vertraut machen kann, um sich so vor Betrugsfällen zu schützen, heißt es weiter. Schließlich umgehe er auch eventuell auftretende Wartezeiten und Engpässe in den Filialen. - wag

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