Archiv-News 07.02.2003

GeldKarte boomt auf niedrigem Niveau

Münzgeld verschwindet nach und nach aus dem Alltag und stattdessen wird immer häufiger mit Karte bezahlt. Neben Kredit- und maestro-Karten kommt dabei auch die Geldkarte zum Einsatz. Im Jahr 2002 legte ihr Gebrauch um 26% auf 37 Mill. Transaktionen zu.

Diese Tendenz werde anhalten, meint der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Laut seiner jüngsten Mitteilung können sich Kunden, die oft und gerne die Geldkarte zücken, auf mehr Akzeptanzstellen freuen. Bis 2006 sollen laut DSGV über eine halbe Million Automaten neu ausgestattet werden. Bereits heute kann die GeldKarte im Bundesgebiet an 15.000 Telefonstationen der Telekom sowie in 13.000 Filialen und an 5.000 Briefmarkenautomaten der Post eingesetzt werden. Ferner ist es mit ihr laut DSGV möglich Nachnahmepakete an der Haustür zu bezahlen oder Zigaretten an 50.000 Automaten zu ziehen. Hier sollen bis Ende 2006 bundesweit weitere 600.000 Automaten umgerüstet werden. Speziell für diesen Zweck werde ab 1.1.2007 ein Jugendschutzkennzeichen auf dem Chip der Karte integriert sein, teilte der DSGV mit.

Ein weiteres Einsatzfeld der GeldKarte sind Park- und Fahrscheinautomaten. Seit November 2002 könnten bereits Parktickets in über 430 Städten und Fahrscheine in 330 Städten 2002 bargeldlos gelöst werden. Die Umrüstung der Automaten und Bezahlterminals werden denn auch die GeldKarten-Bezahlungen weiter ansteigen lassen, hofft der DSGV. Wurden mit ihr in 2001 noch Waren und Dienstleistungen für 68 Mio. Euro erworben waren es 2002 schon 78 Mio. Euro. - mga/ gra

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