Archiv-News 12.03.2003

Fusionstempo der Kreditgenossen lässt nach

Für den genossenschaftlich organisierten Bankensektor ist das Jahr 2002 insgesamt positiv verlaufen. Neben einem ausgeweiteten Geschäftsvolumen zogen auch die Rentabilitätskennzahlen an, teilte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zu Wochenbeginn bei Vorlage seiner Jahresbilanz mit.

Danach sei die addierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen Banken ohne die Zentralinstitute DZ BANK, WGZ-Bank, Schwäbisch Hall sowie der Hypothekenbanken im Jahr 2002 um 7,4 Mrd. Euro bzw. 1,3% auf 560 Mrd. Euro gestiegen. Das gesamte Kreditvolumen habe in dieser Zeit um 4 Mrd. Euro bzw. 1,1% auf rund 341 Mrd. Euro zugelegt. Während die langfristigen Kredite, offenbar begünstigt durch das niedrige Zinsniveau, um knapp 9 Mrd. Euro oder 3,5% auf 257 Mrd. Euro zunahmen, gingen die mittelfristigen Kredite um 3 Mrd. Euro (7,9%) auf 33 Mrd. Euro und die kurzfristigen Forderungen um 2 Mrd. Euro (4%) auf 51 Mrd. Euro zurück, so der BVR.

Der Passivseite der Kreditgenossenschaften drückte das niedrige Zinsniveau den Angaben zufolge ebenfalls seinen Stempel auf, wobei hier zusätzlich die Kursverluste an den Aktienmärkten gewirkt hätten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen vor diesem Hintergrund um 7 Mrd. Euro (6,7%) auf 109 Mrd. Euro zu und die befristeten Einlagen um 2 Mrd. Euro (2,6%) auf 83 Mrd. Euro ab, hieß es. Bei den Spareinlagen sei im Vergleich mit dem Vorjahr lediglich ein marginales Plus um 1 Mrd. Euro (0,7%) auf 176 Mrd. Euro zu verzeichnen gewesen. Den Rückgang bei den Sparbriefen bezifferte der BVR nicht. In Summe erhöhten sich die Kundeneinlagen um 4 Mrd. Euro (1,1%) auf 397 Mrd. Euro.

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