Archiv-News 31.01.2001
Fidelity steigert verwaltetes Vermögen
Mit einem Rekordergebnis hat die Fidelity Investment Services GmbH das Jahr 2000 beendet. Wie aus der entsprechenden Pressemeldung hervorgeht, erreichte die deutsche Vertriebsstelle des weltgrößten unabhängigen Fondsmanagement-Unternehmens erstmals in ihrer fast zehnjährigen Geschichte einen Anstieg im Nettomittelaufkommen von 74% auf 1,42 Mrd. Euro (i.V. 814 Mill. Euro). Trotz eines schwierigen Börsenumfeldes gelang es Fidelity, das verwaltete Fondsvermögen in Deutschland um 20% auf 5,22 Mrd. Euro zu steigern (4,34 Mrd. Euro), heißt es. Für das laufende Jahr kündigte Geschäftsführer Thomas Balk auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt an, er wolle das verwaltete Vermögen auf 6,8 Mrd. Euro erhöhen, den Drittfondsvertrieb über die Banken weiter ausbauen und mit dem sogenannten "Fondssupermarkt" starten, heißt es weiter. Dieser soll zu einer Plattform werden, auf der auch Fonds anderer Gesellschaften angeboten werden, so Fidelity.
Den stärksten Anteil am Nettomittelaufkommen hätte erneut der Vertriebskanal der unabhängigen Finanzberater gehabt, die 903 Mill. Euro (500 Mill. Euro) zum Ergebnis beisteuerten, was einem Zuwachs von 81% entspreche. Die Höhe des verwalteten Fondsvermögens, das sich im Laufe der Jahre durch den Beitrag der Berater angesammelt hat, lag den Angaben zufolge bei 3,32 Mrd. Euro (2,74 Mill. Euro). Auch über die Banken und Vermögensverwalter habe Fidelity im vergangenen Jahr seine Fonds mit Erfolg verkauft: 80% mehr Nettomittelzuwächse, insgesamt 473 Mill. Euro (263 Mill. Euro), wurden über die Privat- und Grossbanken, Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken erzielt. Das verwaltete Vermögen über Banken wuchs um 34% auf 1,38 Mrd. Euro (1,04 Mrd. Euro). "Hier spiegelt sich bereits die im Jahr 2000 von vielen Banken eingeleitete Neuorientierung in Richtung des offenen Fondsvertriebs wider", kommentierte Balk das Ergebnis.
Lediglich im Direktgeschäft habe Fidelity Einbußen hinnehmen müssen. Gründe dafür wären das generell langsamere Marktwachstum in diesem Bereich und eine zunehmende Konkurrenz der Direktbanken gewesen. Das Nettomittelaufkommen verringerte sich um 24% auf 39 Mill. Euro (51 Mill. Euro). Das verwaltete Vermögen im Direktgeschäft betrug laut Unternehmensangaben Ende Dezember 2000 noch 519 Mill. Euro (558 Mill. Euro). Negativ auf das verwaltete Vermögen insgesamt - nicht nur für Fidelity sondern auch für alle anderen Gesellschaften - habe sich der Einbruch der Aktienmärkte ausgewirkt. So betrug der Verlust, den Fidelity durch Marktschwankungen im vergangenen Jahr erlitt, 745 Mill. Euro, so der Fonsverwalter. Für das laufende Jahr habe sich Fidelity ein Ziel von 6,8 Mrd. Euro Fondsvermögen gesetzt, ein Zuwachs von 30%. - wag
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