Archiv-News 18.03.2004

Fast jeder Dritte ist Online-Banker

Parallel zur steigenden Nutzung des Internets nimmt auch die Zahl der Online-Banking-Kunden zu. Das ist das Ergebnis einer vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) beim Meinungsforschungsinstitut ipos in Auftrag gegebenen Studie. Die Nutzung ist dabei vom Geschlecht und Alter abhängig.

Insgesamt war die Nutzung des Internets zwischen Dezember 2002 bis November 2003 von 32% aller Bundesbürger ab 18 Jahren auf 58% angestiegen. Den höchsten Internetanteil hat die Altersgruppen 25 bis 29 Jahre mit 86%, gefolgt von 18 bis 24 und 30 bis 39, die jeweils auf 77% kommen. Schlusslicht sind die über 60jährigen, von denen mit 25% nur jeder Vierte im virtuellen Netz unterwegs ist. 27% aller Befragten, die derzeit keinen Zugang zum Internet haben, gaben an, sich in der nächsten Zeit Zugang zu verschaffen. Damit werde die Nutzung insgesamt auf 70% der erwachsenen Bevölkerung steigen, kommt die Telefon-Umfrage zum Ergebnis.

Im Windschatten dieses Trends erlebt auch das Online-Banking einen enormen Zuspruch. Noch 2000 hatten erst 11% aller Deutschen ihre Bankgeschäfte online erledigt. Die Zahl stieg bis Ende 2003 auf 29% an. Das bedeutet, dass inzwischen jeder zweite Internet-Nutzer statistisch auch Online-Banking betreibt. Mit weiteren 13%, die angaben, sie wollten über kurz oder lang, ihre Bankgeschäfte online tätigen, kann der Anteil der Online-Banker auf 40% aller deutschen Erwachsenen ansteigen.

Wie auch bei der Internet-Nutzung insgesamt, sind die Online-Banker bei den älteren Jahrgängen rarer als bei den jungen. Nur 8% aller über 60-Jährigen erledigen ihre Bankgeschäfte im Netz. Dafür nutzt bei den unter 30-Jährigen fast jeder zweite das Online-Banking. Insgesamt bedienen sich unabhängig von den Altersklassen mehr Männer (36%) als Frauen (23%) des Online-Angebots. Besonders intensiv ist die Nutzung bei den jungen Männern unter 34 Jahre, die zu 52% Online-Banking betreiben.

Außerdem fand die Umfrage heraus, dass Sicherheitsbedenken beim Online-Banking abgenommen haben. 41% der nun Befragten schätzen das Angebot als sicher bis sehr sicher ein. 1998 waren es nur 21% gewesen. Jedoch ist für 52% der "Off-Liner" der Sicherheitsaspekt der Hauptgrund dafür, dass sie ihre Bankgeschäfte lieber auf den herkömmlichen Wegen erledigen. - cs

ähnliche Artikel:
Online-Konten in Deutschland seit 1998 vervierfacht vom 01.08.2003 Online-Business boomt weltweit vom 07.03.2003

© 2000-2012 Gelon.de

szmtag