Archiv-News 12.03.2004
Dresdner sortiert ihr Kundengeschäft neu
Die Dresdner Bank teilt ihr Privatkundengeschäft künftig nach dem Motto "Eine Bank - Zwei Angebote" in die Unternehmensbereiche Personal Banking sowie Private & Business Banking ein. Von dieser Restrukturierung verspricht sich das Kreditinstitut eine Stärkung ihres Kerngeschäftes und eine stabile Ausgangsposition für profitables Wachstum.
Intention dieser Neuordnung sei es, so teilte die Bank mit, für jeden Kunden künftig eine individuell zugeschnittene Lösung für seine Finanzen zu bieten. Hierzu gehöre eine intensive Beratung in Vermögens-, Vorsorge- und Finanzierungsfragen, die das Institut rund um die Uhr und flächendeckend anbieten will. Dies soll auch durch den Ausbau des Services in den Filialen, im Internet und Call-Centern gewährleistet werden.
Im Visier hat die Bank mit dieser Zweiteilung der Geschäftsbereiche, die vor allem eine Neuordnung in der Zentrale und im Vertrieb nach sich ziehen wird, insbesondere die 18 Mill. Kunden der Allianz. Ein Großteil der Mutter habe derzeit ein Konto bei einer Sparkasse, heißt es. Durch die Fokussierung auf das Personal Banking (PeB) verspreche sich die Bank bei dieser Klientel einen Sprung nach vorne. Die Zusammenarbeit zwischen Allianz und Dresdner sei bisher gut angelaufen, auch wenn es keine Zielvorgaben für die Neuwerbung von Kunden in Folge der nun beschlossenen Neuausrichtung gebe, so ein Sprecher gegenüber Gelon.de.
Mit der Ausweitung ihres Produktangebotes im Bereich PeB versucht die Dresdner Bank, sich von ihrem Image der Bank für den gehobenen Mittelstand lösen und so die neue Zielgruppe zu erreichen. Neukunden sollen frühzeitig durch Beratung im Bereich Vermögensaufbau, Finanzierungen, Vorsorge und Versicherung gebunden und ein Leben lang begleitet werden. Die Dresdner Bank und die Allianz versprechen sich dabei Synergien: Einfache Bankprodukte sollen auch von den Allianzmitarbeitern vertrieben werden können, die Dresdner Bank könne über die Allianz-Kundencenter zugleich ihre physische Präsenz erweitern.
Vermögende Privatkunden sowie Geschäftskunden will die Bank künftig im Bereich Privat & Business Banking (PBB) ansprechen. Mit auf die vermögenden Privatkunden zugeschnittenen Vorsorge- und Finanzierungskonzepten soll dieses Segment "demokratisiert" und damit einer breiteren Klientel zugänglich gemacht werden. Die Dresdner Bank bietet für Geschäftskunden hierbei nicht nur eine Beratung in Bezug auf deren geschäftliche, sondern integriert hierin zugleich auch deren private Finanzen. Das PBB-Angebot besteht in 130 Filialen.
Nachdem der Aufsichtsrates diese Umstrukturierung und Unterteilung der Geschäftsbereiche beschlossen hat, sei die Voraussetzung für eine weitere Expansion und profitabel Wachstum geschaffen, so die Bank. Geleitet werden die beiden Felder von den Vorständen Dr. Stephan-Andreas Kaulvers und Dr. Andreas Georgi. Gegenwärtig hat die Dresdner Bank mehr als 5 Mill. Kunden in diesem Bereich. - cs
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