Archiv-News 19.03.2003
DiBa wächst und wächst und wächst
Die Allgemeine Deutsche Direktbank AG (DiBa) ist im Geschäftsjahr 2002 rasant gewachsen und hat dennoch nicht an Profitabilität eingebüsst. Der Jahresüberschuss vor Steuern (Steuern zahlt die Mutter ING) wurde auf 20,9 (i.V. 8,4) Mill. Euro mehr als verdoppelt. Die Kontenzahl nahm zum Ultimo auf 1,9 (0,9) Millionen zu.
Wie schon im Vorjahr hat auch diesmal der Zinsüberschuss den Löwenanteil dazu beigetragen. Dessen Anstieg auf 190,4 (122,7) Mill. Euro ist auf das anhaltende Wachstum im Einlagegeschäft rund um das Extra-Konto zurückzuführen. So sprangen denn auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden auf 19,2 (6,4) Mrd. Euro, wovon allein 15,7 (4,9) Mrd. Euro als täglich fällig ausgewiesen werden, also aus dem Extra-Konto resultieren. Die Spareinlagen schwollen gleichwohl ebenfalls massiv auf 2,5 (0,6) Mrd. Euro an, was nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Bernhard Hafner Beleg für die funktionierende Strategie der DiBa ist, über das Extra-Konto den Kunden zu gewinnen und dann mit cross-selling anzusetzen. Hafner sagte mit Nachdruck, dass das Extra-Konto kein Subevntionsprodukt sei und die Bank daran verdiene.
Da die auf diesem Wege hereingekommenen Gelder überwiegend in eher sichere Anlagen wie Forderungen gegen Kreditinstitute und Staatsanleihen investiert wurden, und die Forderungen gegenüber Kunden nur leicht auf 4,2 (3,9) Mrd. Euro zulegten, gelang der DiBa das Kunststück, die Risikovorsorge für das Kredit- und Wertpapiergeschäft auf 2,3 (26,3) Mill. Euro zu senken. Allerdings wurde die Risikovorsorge in 2002 positiv durch die Wertaufholung von Wertpapierverlusten im Vorjahr beeinflusst. Für die Risiken des Kreditgeschäfts sind nach Hafners Worten rund 9 Mill. Euro aufgewendet worden. Im Provisionsgeschäft konnte der Überschuss mit 20,2 (20,7) nahezu stabil gehalten werden.
Die Verwaltungsaufwendungen legten dynamisch zu, und zwar auf 174,9 (100,4) Mill. Euro. Einerseits kommt darin die Aufstockung der Belegschaft um knapp 300 auf 914 Menschen zum Ausdruck. Andererseits zog die DiBa zum Jahresende in ein neues Haus in Frankfurt. Für das eigene, nun leerstehende alte Gebäude wird ein Mieter gesucht. Nach Abzug der Garantiedividende für den Minderheitsaktionär BGAG Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften in Höhe von 2,4 Mill. Euro verblieb ein Gewinn von 20,9 Mill. Euro, der komplett an die Mutter ING Groep abgeführt wurde.
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