Archiv-News 23.01.2001
DEWB investiert weiter in Biotechnologie
Die börsennotierte Venture Capital-Gesellschaft DEWB AG (Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft) hat 25% Prozent der Geschäftsanteile an der ALVITO Biotechnologie GmbH, Luckenwalde, übernommen. Wie das Jenaer Unternehmen mitteilte, ist das die bereits achte Beteiligung im Bereich der Biotechnologie. ALVITO sei auf den Gebieten der Allergologie, Virologie, Toxikologie und Zellkultivierung tätig. Der Arbeitsschwerpunkt des Unternehmens liege in der Transplantationsmedizin: ALVITO entwickle eine biogene, dreidimensionale Matrix zur Herstellung künstlicher Organe wie Knochen und Knorpel. Dabei stelle das Unternehmen ein Basismaterial her, auf dem sich körpereigene Zellen in gewünschtem Maße vermehren würden. Dieses Material sei in seiner chemischen Zusammensetzung biologisch verträglich und könne durch körpereigene Enzyme kontrolliert abgebaut werden. Damit sei es für den Menschen ungefährlich.
Bisher wurden künstliche Organe in der Regel auf der Grundlage von Rinder- oder Schweine-Kollagen hergestellt, heißt es. Diese Methode der Herstellung könne jedoch unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Das von ALVITO entwickelte Verfahren solle diese Methode ablösen und neue Chancen in der Transplantationsmedizin eröffnen. Die DEWB ist von dem Marktpotenzial der 3D-Matrix und der Innovationskraft von ALVITO im stark wachsenden Bereich der Transplantationsmedizin überzeugt. Mit dem Beteiligungskapital sollen die 3D-Matrix weiterentwickelt und neue wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt werden. Zur Zeit beschäftigt die 1996 gegründete ALVITO GmbH nach Angaben der DEWB vier promoviert Mitarbeiter. - wag
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