Archiv-News 14.10.2005

Sparsam

Deutsche wollen Kosten rund ums Auto senken

Die Benzinpreise verärgern Autofahrer. Runter vom Gas und das Auto stehen lassen - das sind die wirksamsten Mittel zum Sparen. Doch knapp die Hälfte aller Autofahrer sucht nach weiteren Wegen, um Kosten zu senken.

So informieren sich 54 Prozent intensiv, bei welcher Tankstelle es tagesaktuell das günstigste Benzin gibt und tanken dort. 53 Prozent geben an, bei Reparaturen zu sparen und 48 Prozent wollen die Kfz-Versicherung wechseln, um günstigere Tarife zu bekommen. Knapp sechs Prozent erwägen sogar, das Auto ganz abzuschaffen. Dies ergab eine repräsentative Untersuchung der DBV-Winterthur Versicherungen in Zusammenarbeit mit TNS Infratest.

Auffallend: Vor allem Frauen sind in Sachen günstiges Benzin Schnäppchenjäger. 59 Prozent suchen intensiv nach günstigen Tankmöglichkeiten (Männer 51 Prozent). Aber auch bei den 50 bis 59-jährigen halten 70 Prozent die Augen auf. Den Jüngeren unter 29 Jahren ist die Suche nach der billigsten Tankstelle hingegen vermutlich zu mühsam (nur 46 Prozent). Auch nimmt die Schnäppchensuche mit dem Ausbildungsgrad ab.

Versicherungen sind dagegen eher Männersache: 51 Prozent der Männer und nur 45 Prozent der Frauen wollen die Kfz-Versicherung wechseln, um einen günstigeren Tarif zu bekommen. Auch die über 60-jährigen verspüren wenig Drang nach Wechsel (42 Prozent). Vor allem Selbstständige (57 Prozent) und Arbeiter (74 Prozent) wollen bei der Kfz-Police sparen während Leitende Angestellte dieses Thema weniger interessiert (nur 23 Prozent). Auch Familien mit zwei oder mehr Kindern informieren sich eifrig über preisgünstigere Kfz-Versicherungen (56 Prozent).

Die Möglichkeit, bei Reparaturen Geld zu sparen, erwägen beide Geschlechter gleich stark. Hier zeigt sich, dass der Versuch, Reparaturen selbst auszuführen oder von Freunden beziehungsweise einer günstigen Werkstatt machen zu lassen, mit steigendem Alter abnimmt. Während bei den unter 29-jährigen 74 Prozent bei Reparaturen sparen wollen, sind es bei den über 60-jährigen nur noch 32 Prozent.

Auch die Radikallösung, nämlich das Auto ganz abzuschaffen, erwägen eher die Jüngeren (8 Prozent) als die Älteren (3-4 Prozent). Wenig überraschend ist, dass für alle Sparmöglichkeiten gilt: Je geringer das Einkommen, desto stärker werden sie genutzt. 14 Prozent der befragten Autofahrer nutzen keine der genannten Möglichkeiten, um bei ihren Kfz-Kosten zu sparen.

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