Archiv-News 12.02.2001
Deutsche Banken profitieren von neuen US-Aufsichtsregeln
Die am 2. Februar 2001 in Kraft getretenen Aufsichtsregeln der US-Zentralbank gegenüber Allfinanz-Holdings verbessern nach Einschätzung des Bundesverbandes deutscher Banken die Wettbewerbschancen der deutschen Banken in den Vereinigten Staaten. Das geht aus einer Pressemeldung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) hervor. In der nunmehr geltenden endgültigen Fassung habe die US-Notenbank für Auslandsbanken nachteilige Bestimmungen erheblich gemildert. Dadurch würden deutsche Banken künftig einfacher den Status einer US-Allfinanz-Holdings erwerben und auch behalten können. Gegenüber den US-Banken-Holdings, die sich um denselben Status bewerben, besteht damit in weitaus höherem Maße als bisher Wettbewerbsgleichheit, heißt es. Seit März letzten Jahres erlaube der Gramm-Leach-Bliley Act erstmals in den USA Allfinanz-Holdings das Betreiben von Bank-, Wertpapier- und Versicherungsgeschäft in getrennten Tochtergesellschaften. Dieser Schritt hin zu einem Universalbankensystem wurde für ausländische Kreditinstitute mit US-Zweigstellen allerdings durch vorläufige Eigenkapital- und Management-Anforderungen der Federal Reserve erschwert, die extraterritorial und diskriminierend wirkten, heißt es weiter. Gemeinsam mit der Bundesregierung und den deutschen Bankenaufsichtsbehörden hätte sich der Bankenverband um eine Abmilderung dieser Anforderungen bemüht. - wag
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