Archiv-News 01.02.2001
Deutsche Bank erzielt fast 5 Mrd. Euro Gewinn
Die Deutsche Bank AG hat ihren Jahresüberschuss für das Jahr 2000 auf 4,95 Mrd. Euro nach 2,45 Mrd. Euro im Vorjahr verdoppeln können. Aufgrund des besten Ergebnisses in der Geschichte der Bank wird der Vorstand dem Aufsichtsrat am 28. März denn auch eine Erhöhung der Dividende von 1,15 Euro auf 1,30 Euro je Aktie vorschlagen. "Mit dem Dividendenanstieg wollen wir zugleich auch unsere Zuversicht in die weitere Stärkung der Ertragskraft der Bank zum Ausdruck bringen," erklärte der Vorstandssprecher Dr. Rolf-E. Breuer auf einer Pressekonferenz in Frankfurt anlässlich der Präsentation der ungeprüften Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Das Ergebnis ist nach Angaben der Bank geprägt durch den Anstieg des Provisionsüberschusses um 42% auf 11,5 Mrd. Euro, des Handelsergebnisses um 52% auf 6,9 Mrd. Euro und des Ergebnisses aus Finanzanlagen um 55% auf 3,1 Mrd. Euro. Der Zinsüberschuss habe sich um 3% auf 6,8 Mrd. Euro erhöht. Der Verwaltungsaufwand stieg um 34% auf 21,0 Mrd. Euro. Diese Kostenentwicklung sei durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises, zusätzliche Anpassungen an US-GAAP, investive Ausgaben für strategische e-Commerce-Projekte und Sonderabschreibungen auf Software im 4. Quartal zurückzuführen, begründete das größte deutsche Kreditinstitut. Die Aufwand/Ertrag-Relation habe sich um 1,1% auf 73,3% verbessert.
Aufgegliedert nach Unternehmensbereichen lieferte die Sparte Globale Unternehmen und Institutionen mit 3.975 Mill. Euro (+79% gegenüber dem Vorjahr) den größten Beitrag zu dem erfolgreichen Ergebnis. Bei den Privat- und Geschäftskunden stieg das Ergebnis vor Steuern um 356% auf 920 Mill. Euro. Unternehmen und Immobilien trugen 1.054 Mill. Euro (+20%), Asset Management 703 Mill. Euro (+17%) und Global Technology and Services 169 Mill. Euro zum Gesamtergebnis bei, meldete das Geldhaus.
Breuer erläuterte auf der Pressekonferenz auch gleichzeitig die neue Konzernstruktur der Deutschen Bank, mit der die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum und die Nutzung zusätzlicher Ertragspotentiale geschaffen werden sollen. Ziel dieser Umstrukturierung, die die stärkere Ausrichtung auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kundengruppen vorsieht, sei die Steigerung des Gewinns in den nächsten drei Jahre um jeweils mehr als 30%. Die durch die neue Struktur erzielbaren Wachstumseffekte und Kosteneinsparungen bezifferte Breuer auf rund 1,5 Mrd. Euro pro Jahr, die sich ab 2003 voll im Ergebnis niederschlagen sollen.
Kern der zum 1. Februar 2001 eingeführten neuen Struktur sei die Konzentration auf zwei kundenorientierte Gruppen mit je drei Geschäftsbereichen unter dem Dach des Konzernvorstands. In der Gruppe "Corporate and Investment Bank" (CIB) werden danach alle Aktivitäten in den Feldern "Sales and Trading", "Corporate Finance" sowie "Transaction Banking" integriert. Diese Gruppe betreut Unternehmen und Institutionen vom Mittelstand bis zu multinationalen Konzernen. In "Private Clients and Asset Management" (PCAM) werden die Geschäftsfelder "Personal Banking" einschließlich der DB 24 Europa sowie der e-Brokerage-Aktivitäten, "Private Banking" und "Asset Management" integriert. Damit bündele und erhöhe die Deutsche Bank die Vertriebskraft des Privatkundengeschäfts und des Asset Managements, heißt es. - gra
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