Archiv-News 17.02.2004

Commerzbank mit Finanzbildung der Studenten unzufrieden

Die finanzielle Allgemeinbildung deutscher Studenten ist nach Ansicht der Commerzbank unbefriedigend. Bei einem im Auftrag der Bank durchgeführten Test konnten lediglich 14% der befragten Studenten mehr als 80% der Fragen richtig beantworten.

Rund 73% lagen bei mindestens der Hälfte richtig. Damit, so teilte die Commerzbank weiter mit, lägen die zukünftigen Hochschulabsolventen über dem Bevölkerungsdurchschnitt, der in einer Umfrage im Sommer 2003 mit 58% festgestellt worden sei. Im einzelnen wurden in Zusammenarbeit mit der studentischen Marketingvereinigung MTP Frankfurt rund 200 Studenten der Universitäten Mannheim, Köln, Münster und Duisburg-Essen in den Bereichen Orientierungswissen, Geldanlage, Private Vorsorge, Einkommen und Zahlungsverkehr sowie Kredite getestet.

Orientierungswissen enthielt beispielsweise die Frage nach dem Sitz der Europäischen Zentralbank. In diesem sowie in dem Bereich Geldanlage schnitten die Studenten nach Auskunft der Bank besonders gut ab, während in den übrigen drei Rubriken nur unterdurchschnittliche Resultate gezeigt worden seien. Enttäuschende Ergebnisse hätten auch die über den Test hinausgehenden Fachfragen über viel diskutierte Begriffe wie "Deflation" und "Basel II" zu Tage gefördert, die nach Ansicht der Bank jeder angehende Wirtschaftswissenschaftler problemlos beantworten können müsse.

Basierend auf dieser Untersuchung fordert die Commerzbank insbesondere die Schulen dazu auf, diese Bildungsdefizite wettzumachen. Hierbei handele es sich um Grundlagenwissen, zu dessen Lehre nicht die Hochschulen da seien, so die Commerzbank. Der Test ist im Internet unter www.commerzbanking.de/ideenlabor für jeden zugänglich. - ek/gra

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