Archiv-News 05.02.2001

Commerzbank Aktionäre erhalten Bonusdividende

Der Commerzbank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2000 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,28 Mrd. Euro erzielt und damit den entsprechenden Vorjahreswert um zwei Drittel übertroffen. Dies teilte die Bank am Montag in einer Ad hoc Veröffentlichung mit. Als Gewinn verbleibe ein Betrag von 1,34 Mrd. Euro oder 2,60 Euro je Aktie. Neben der gegenüber dem Vorjahr unveränderten Dividende von 0,80 Euro sei für die Aktionäre noch ein Bonus von 0,20 Euro je Aktie vorgesehen, mit dem sie an dem guten Ergebnis und dem Ertrag aus dem Börsengang der comdirect bank teilhaben sollen. Die Rücklagen der Bank wird Vorstandssprecher Martin Kohlhaussen aus dem Gewinn voraussichtlich mit einem Rekordbetrag von 800 Mill. Euro (1999: 500. Mill. Euro) weiter stärken.

Nach den vorläufigen Angaben der Commerzbank stieg der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 3,4 Mrd. Euro. Der Provisionsüberschuss konnte um 20% auf 2,64 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Handelsergebnis betrug 872 Mill. Euro, das Finanzanlageergebnis 206 Mill. Euro. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde mit 649 Mill. Euro höher angesetzt als bislang geplant, hieß es aus Frankfurt. Die Verwaltungsaufwendungen haben um knapp 20% auf 5,37 Mrd. Euro zugenommen. Für das 4. Quartal 2000 musste die Bank ein negatives Ergebnis nach Steuern verbuchen, und zwar in Höhe von 98 Mill. Euro. Ursache dafür seien insbesondere "einige aperiodische Aufwendungen, eine abgewogene Aufstockung der Risikovorsorge und ein Verlustausweis der koreanischen Beteiligungsbank KEB sowie die schwachen Finanzmärkte" gewesen, wurde gemeldet. Die Entwicklung im vierten Quartal dürfe jedoch nach Meinung der Unternehmensführung angesichts des Rekordergebnisses für das gesamte Jahr 2000 und des guten Starts 2001 nicht überbewertet werden. - gra

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