Archiv-News 05.08.2005
Renten-Studie
Berufstätige blicken pessimitsch ins Alter
Obwohl die betriebliche Altersversorgung seit 2002 gesetzlich in Deutschland verankert ist, wird sie von Mitarbeitern nur unzureichend genutzt. Ein Drittel fühlt sich unzureichend im Alter versorgt. Unternehmer sehen ihrer Rente wesentlich optimistischer entgegen.
Seit 2002 haben Mitarbeiter Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Wie eine neue Studie des Institutes für Demoskopie in Allsbach in Auftrag der Deutschen Post AG ergab, wird diese allerdings nur unzureichend genutzt. Demnach praktizieren gerade einmal 62 Prozent der befragten Unternehmen die betriebliche Altersversorgung. In kleineren Betrieben liege der der Anteil sogar noch tiefer.
Mitarbeiter, die Angebote der betrieblichen Altersversorge nutzen, favorisieren mit 64 Prozent klar die Direktversicherung. Andere Formen wie Pensionskassen (22 Prozent), Unterstützungskassen (sieben Prozent), Pensionsfonds (sechs Prozent) und Direktzusagen/Pensionszusagen (drei Prozent) werden kaum genutzt. Mehr als ein Drittel (39 Prozent) der berufstätigen Bevölkerung hält ihre Altersvorsorge nicht für ausreichend. Und jeder Zweite plant eine weitere Aufstockung.
Firmeninhaber und Geschäftsführer fühlen sich demgegenüber gut auf ihr Alter vorbereitet. Über zwei Drittel der befragten Unternehmer sieht ihre Altersversorgung als ausreichend an. Lebensversicherungen werden mit 81 Prozent in der Studie als Haupteinnahmequelle angegeben. Neue gesetzliche Möglichkeiten, wie die Rürup-Rente, sind den Unternehmern jedoch kaum bekannt.
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