Archiv-News 21.02.2003

Banken verringern Ausbildungsstellen

Junge Leute, die einen Ausbildungsplatz im deutschen Bankengewerbe anstreben, sehen sich einem schrumpfenden Stellenangebot gegenüber. Parallel zum allgemeinen Personalabbau verringert die Branche auch die Stellenzahl für ihren Nachwuchs.

Auffällig bei einem Vergleich der Ausbildungssaison 2002 mit der von 2001 ist, dass die Privatbanken ihre Kontingente am stärksten kürzten. So vergab die Dresdner Bank in 2001 noch insgesamt 2.900 Ausbildungsstellen. Ein Jahr später waren es jedoch nurmehr 2.560, also 11,7% weniger, wie www.gelon.de auf Nachfrage erfuhr. Die Commerzbank reduzierte ihr Stellenangebot laut einem Sprecher von 540 auf 442 Plätze, was einem Abbau von 18,1% entspricht. Davon weicht auch der Branchenprimus Deutsche Bank mit seinem Rückgang der Ausbildungsplätze von 1.090 auf 890 (minus 18,3%) nicht allzu weit ab. Die HypoVereinsbank allerdings kürzte ihr Stellenkontingent für Auszubildende deutlich, und zwar von 700 auf 450 Plätze. Das ist eine Rückgang um 35,7%.

Bei den Sparkassen ist die Tendenz ebenfalls rückläufig. Nach 8.783 Azubis in 2001 wurden jüngst nur noch 8.305 Nachwuchsbankkaufleute eingestellt (minus 5,4%). Der Genossenschaftssektor hielt demgegenüber seine Ausbildungszahl bei etwa 4.000 - 4.500 Stellen in 2002 konstant, wie eine Sprecherin des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) auf Anfrage erklärte. Hier ist jedoch einschränkend festzuhalten, dass die Zahl unpräzise ist, was die Sprecherin mit der stark fragmentierten Struktur des Verbundes begründete. Allerdings wisse sie, so die Sprecherin abschließend, dass Ende 2002 exakt 13.074 Menschen eine Ausbildungsstelle in einer Genossenschaftsbank hatten.- mga/ gra

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