Archiv-News 08.03.2001

BAKred prüft Bankgesellschaft Berlin besonders genau

Die Bankgesellschaft Berlin AG muss ihre ursprünglich für den 1. Juni 2001 angesetzte Hauptversammlung verschieben. Diese Maßnahme sei nötig, erklärte der Vorstand in einer ad hoc-Mitteilung, weil aufgrund verschiedener Sonderprüfungen des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BAKred) die Risikovorsorge noch nicht endgültig beziffert werden könne und sich damit die Aufstellung des Jahresabschlusses verzögere. Die Sonderprüfungen stehen dem Vernehmen nach im Zusammenhang mit dem Immobiliengeschäft der Konzerntöchter Berlin Hyp und IBG.

Vor Risikovorsorge erwirtschaftete der Konzern per 31. Dezember 2000 eigenen Angaben zufolge 762 Mill. Euro, rund 28% weniger als in 1999. Belastend wirkte sich der deutliche Rückgang beim Zinsüberschuss um gut 18% auf 1,67 Mrd. Euro aus. Erfreulich entwickelten sich dagegen Provisionsergebnis, plus 10,7% auf 465 Mill. Euro, und das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften, das um 25,7% auf 132 Mill. Euro zulegte. Die Verwaltungsaufwendungen konnten konzernweit sogar um 0,4% auf 1,68 Mrd. Euro gesenkt werden; und das trotz erheblicher Ausgaben für das Electronic Banking, betonte der Vorstand. Der Personalaufwand stieg leicht auf 972 Mill. Euro. Die "Normalabschreibungen" fielen mit 137 Mill. Euro 0,7% höher als im Vorjahr aus. - gra

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