Archiv-News 11.02.2003
Auslaufmodell Advance Bank
Allianz und Dresdner Bank planen die Integration von Advance Bank und Advance Finanzplanung in ihren gemeinsamen Vertrieb. Durch die Umstrukturierung werden die beiden Namen mittelfristig von der Bildfläche verschwinden.
Meldungen aus der vergangenen Woche zufolge werde die Allianz Gruppe die Aktivitäten von Advance Bank und Advance Finanzplanung in das gemeinsame Vertriebsmodell von Allianz und Dresdner Bank integrieren. Dadurch solle die Zwei-Marken-Strategie des Finanzkonzerns konsequent umgesetzt werden, heißt es. Durch die klare Ausrichtung auf die Leitmarken Allianz und Dresdner Bank verspricht sich der Konzern neben einer Stärkung der Vertriebskraft auch eine höhere Effizienz. Allein durch den Wegfall von geplanten Investitionen in den weiteren Aufbau der Advance Organisation als eigenständige Einheit und Marke spare die Allianz Gruppe 500 Mill. Euro, heißt es weiter.
Bislang waren die Vertriebswege von Advance Bank und Finanzplaner weitgehend unabhängig von den Müttern Allianz und Dresdner Bank. Die geplante Eingliederung werde keine Auswirkung auf die Beschäftigungszahl haben, so heißt weiter. Sie sollen innerhalb der Allianz Gruppe in den Bereichen Neukundenakquisition und Kundenbetreuung eingesetzt werden.
Angestachelt von diesen Entwicklungen stößt der Wettbewerber Consors mit einem Angebot vor. Unter dem Motto "Happy End für Advance Bank-Kunden" startet der Online-Broker am 11. Februar 2003 eine Neukundenaktion. Damit werde sich gezielt an die von der Reintegration betroffenen Kunden der Advance Bank gewendet, so ein Sprecher von Consors. Diese werden bei einem Wechsel zu Consors 3,6% Zinsen auf ihr Cash-Konto erhalten. Der Zinsvorteil gelte für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2003, heißt es abschließend. - bli/gra
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