Archiv-News 20.02.2001
Aufwendungen für geplatzte Fusion belasten Dresdner Bank
Die Dresdner Bank AG konnte im Geschäftsjahr 2000 ihren Konzernüberschuss um mehr als 60% auf 1,7 Mrd. Euro steigern. Zu diesem Ergebnis haben vor allem günstige steuerliche Effekte beigetragen, heißt es in der ad hoc Mitteilung vom Dienstag. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Dividende von 0,90 Euro (i.V. 0,85 Euro plus 0,05 Euro Bonus) je Aktie vorschlagen. Die Dividendensumme erhöht sich damit auf 500 Mill. Euro (469 Mill. Euro).
Der Zinsüberschuss beläuft sich nach den vorläufigen Zahlen auf 4,31 Mrd. Euro (+ 8%), der Provisionsüberschuss auf 4,29 Mrd. Euro (+25%). Demgegenüber stehen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 7,65 Mrd. Euro (+17%). Außerdem trägt das Ergebnis der Bank deutliche Spuren der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank. Die "Aufwendungen zur Sicherung der Wettbewerbsposition" stehen mit rund 550 Mill. Euro in der Erfolgsrechnung der Dresdner Bank. Einen Großteil dieses Postens machen vermutlich die Halteprämien für abwanderungswillige Mitarbeiter aus. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich den Angaben zufolge auf 1,59 Mrd. Euro (+24%). Dieser Wert war mit 500 Mill. Euro durch einen einmaligen Bewertungsbedarf der Tochtergesellschaft Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg AG belastet, heißt es. Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, darunter die Steigerung der Produktivität des inländischen Vertriebsnetzes und der Rückzug aus Randaktivitäten außerhalb Europas, wurden mit rund 480 Mill. Euro berücksichtigt, so die Bank. Aus der Plazierung von Aktien der Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft AG seien etwa 1,5 Mrd. Euro Gewinn in den Konzernabschluss eingeflossen. Insgesamt erzielte die Bank ein Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 2,26 Mrd. Euro, eine Steigerung um 64% gegenüber dem Vorjahr. Ihre Bilanzpressekonferenz wird die Dresdner Bank am 5. April 2001 halten. - wag/gra
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