Archiv-News 07.02.2001

Aufwendungen für den Börsengang belasten Ergebnis des AWD

Der Finanzdienstleister AWD konnte seinen profitablen Wachstumskurs mit kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis auch im Geschäftsjahr 2000 eindrucksvoll fortsetzen. Die vorläufigen Zahlen markieren ein Umsatzwachstum des in Deutschland, Österreich und in der Schweiz tätigen Unternehmens konzernweit um 23% auf über 655 Millionen DM. Wie das Unternehmen mitteilte, ist diese Umsatzsteigerung vor dem Hintergrund der hohen Vorgaben des Jahres 1999 durch den Lebensversicherungsboom in Deutschland erfreulich. Die Auslandsgesellschaften hätten erneut überproportional zu diesem Umsatzwachstum beigetragen. Dies sei eine Bestätigung für das erfolgreiche AWD Engagement außerhalb Deutschlands. Die hohen Zuwachsraten konnten erreicht werden, obwohl nur die Zahlen der Horbach AG des 4. Quartals 2000 eingeflossen sind, die der Dr. Blumrath AG sind noch nicht enthalten, heißt es. Beide Unternehmen werden erst im Geschäftsjahr 2001 voll konsolidiert, heißt es weiter.

Das vorläufige Ergebnis vor Steuern und Aufwendungen für den Börsengang stieg um 79% auf über 85 Mill. DM, so der AWD. Die deutlich überproportionale Ergebnissteigerung sei auf die planmäßige Optimierung des Aufwandes für Vermittlung und Beratung zurückzuführen. Zusätzlich komme es hierdurch zu einem Einmaleffekt infolge der Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Neuordnung der Außendienstvergütung (Entfall von Sonderbonifikationen), der zu einem außerordentlichen Ertrag von ca. 14 Millionen DM führe. Die Einmalaufwendungen für den Börsengang hätten den Angaben zufolge insgesamt ca. 70 Mill. DM betragen. Darin enthalten wären Bankenprovisionen, Marketingaufwendungen für den Börsengang und Beratungsleistungen. Die vorteilhafte Geschäftsentwicklung führe trotz insgesamt hoher Marketingaufwendungen im Gesamtjahr 2000 zu einer weiteren Verbesserung der Umsatzrendite.

Ermöglicht wurde das hervorragende Geschäftsergebnis und die weitere Verbesserung der Wettbewerbsposition durch den zusätzlichen Aufbau von 558 voll ausgebildeten, exklusiv für AWD tätigen Wirtschaftsberatern, so die Angaben. AWD verfüge somit über insgesamt 2.572 Wirtschaftsberater, dies entspricht einer Steigerung von 28% gegenüber dem Vorjahr. Das Repräsentanznetz hätte um weitere 60 Repräsentanzen auf eine Präsenz von nun insgesamt 260 ausgebaut werden können. Mit diesem Beratungs- und Betreuungspotential konnte die Zahl der Mandanten im Jahr 2000 um 39% von 287.000 auf deutlich mehr als 400.000 ausgedehnt werden. Dabei betrug der Anteil der Bestandskunden mehr als 50 %, so der Finanzdienstleister. Insgesamt wären über 600.000 Neuverträge abgeschlossen worden. Die endgültigen Zahlen sowie der Geschäftsbericht 2000 würden im Rahmen einer Investoren- und Analystenkonferenz am 24. April 2001 vorgestellt. - wag

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