Archiv-News 15.02.2001
Abschreibungen auf Wertpapiere belasten Schnigge
Die Börsenmakler Schnigge AG weist für das abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 einen signifikanten Rückgang ihrer Kennzahlen aus. So ermäßigte sich der Jahresüberschuss von 8,8 Mill. Euro auf 1,7 Mill. Euro per 31. Dezember 2000. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit brach auf 2,4 Mill. Euro ein, nach 16,6 Mill. Euro im Vorjahr. Umfangreiche Zukunftsinvestitionen für die Neuausrichtung der Gesellschaft sowie der deutliche Rückgang der Börsenumsätze im vierten Quartal sind nach Auskunft der Gesellschaft dafür verantwortlich. Zudem führten die enormen Kursverluste an den Börsen zu erheblichen Abschreibungen auf die Handelsbestände von Schnigge, die das Ergebnis der Finanzgeschäfte auf 8,3 Mill. Euro drückten (1999: 19,7 Mill.). Schnigge wies darauf hin, dass die veröffentlichten Geschäftszahlen noch nicht testiert sind.
Die Aufwandseite dominieren laut Schnigge die nicht näher bezifferten Anlaufkosten von Tochtergesellschaften, die mit der Verlängerung der Börsenhandelszeiten verbundene Personalaufstockung und Neueinrichtung der Arbeitsplätze sowie die Investitionen in das eigene Internet-Handelssysten. Die Gründungsaktionäre, die 56 % des Aktienkapitals halten, werden nach Angaben des Unternehmens auf eine Dividendenzahlung verzichten. An die freien Aktionäre sollen 0,40 Euro pro Aktie ausgeschüttet werden. - gra
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