Finanzen-News 04.07.2011

Zinswende bei der EZB

Zinsen für Tagesgeldkunden im Aufschwung

Tagesgeldkunden profitieren zunehmend wieder von höheren Zinsen, nicht nur bei einem Bankwechsel. Neukunden jedoch können noch höhere Zinssätze erwarten.

Hamburg (dapd/red) - Die Zinswende der Europäische Zentralbank (EZB) hat die kleinen Sparkunden erreicht: Der Markt für Tagesgeld ist nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" (Montagausgabe) kräftig in Schwung gekommen. Zinsen von bis zu 2,45 Prozent ohne weitere Bedingungen für täglich fälliges Geld sind laut dem Blatt inzwischen möglich. Einige Geldinstitute garantieren diese Zinssätze sogar für sechs Monate oder ein ganzes Jahr.

Noch höhere Zinsen bei Bankwechsel

Noch höhere Zinsen können Kunden herausschlagen, wenn sie zu einem Bankwechsel bereit sind oder bestimmte Bedingungen akzeptieren. So bietet die Postbank 3,33 Prozent Zinsen für sechs Monate bei Eröffnung eines Girokontos. Die DAB Bank zahlt 2,6 Prozent für Neukunden, die Bank Santander 2,5 Prozent für Neukunden. Ohne jede Bedingung bietet die auf Autofinanzierungen spezialisierte Bank11 aus Neuss 2,45 Prozent. Diese Zinssätze liegen über der Inflationsrate, die im Mai 2,3 Prozent betrug. Allerdings müssen Zinseinkünfte versteuert werden.

Rückblick

Die EZB hatte im April den Leitzins von 1,0 Prozent auf 1,25 Prozent angehoben. Seit 13. Mai 2009 lag dieser sogenannte Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen, auf dem historischen Tief von 1,0 Prozent. Anfang Juni hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Möglichkeit einer weiteren Anhebung für Anfang Juli angedeutet.

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