Finanzen-News 29.09.2010
90 Milliarden Euro
Zeitung: Banken brauchen mehr Kapital als bisher vermutet
Der Eigenkapitalbedarf der deutschen Banken in Folge der neuen Basel-III-Regeln ist nach Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" höher als bisher angenommen. Die zehn größten Kreditinstitute benötigten bis 2019 Kapital in Höhe von 90 Milliarden Euro.
Hamburg (dapd/red) - Das gehe aus Modellrechnungen der Bundesbank hervor, schreibt das Blatt. Davon könnten die Banken den Schätzungen zufolge 40 Milliarden Euro durch die Einbehaltung von Gewinnen und Dividenden selbst aufbringen. Den Rest müssten sie sich durch die Ausgabe von Anteilsscheinen extern besorgen, hieß es. Bislang wurde der Kapitalbedarf der Geldhäuser auf rund 50 Milliarden Euro geschätzt.
Nach Angaben aus Finanzkreisen benötigten allein die Landesbanken Kapital in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrags, heißt es in der "Zeit". Die Eigentümer - Sparkassen und Bundesländer - stellten sich bereits darauf ein, dass die Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) und die NordLB mit frischem Kapital ausgestattet werden müssten.
Überdies sei es möglich, dass die HSH Nordbank mit dem für sie bereits geschnürten Hilfspaket nicht auskomme, heißt es. Durch einen Abbau des Geschäftsvolumens etwa durch Fusionen könne der Bedarf an frischem Kapital allerdings verringert werden. Die Bundesbank wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.
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