Finanzen-News 14.07.2010

Tagesgeld, Festgeld, Sparbrief

Wo es derzeit die meisten Zinsen gibt

Niedrige Zinsen aufs Ersparte ärgern viele Anleger. Die besten Verzinsungen gibt es noch bei Festgeld und Sparbrief, doch hier sind lange Laufzeiten ein großer Nachteil.

Berlin (ddp/red) - Anleger haben derzeit nicht viel zu lachen: Die Zinsen fürs Ersparte sind immer noch auf dem absoluten Tiefstand. So bringt ein Tagesgeldkonto derzeit im besten Fall gut 2,5 Prozent. Mehr gibt es nur, wenn man deutliche Nachteile in Kauf nimmt. Cortal Consors etwa zahlt 3,2 Prozent. Der Haken an der Sache: Die Top-Zinsen bekommen nur Neukunden und die auch nur, wenn sie mit Wertpapieren im Wert von mindestens 6000 Euro einsteigen. Der hohe Zins wird nur für Anlagen bis zu 20.000 Euro gezahlt, die Zinsgarantie gilt für ein Jahr.

Bei hohen Anlagen auf Sicherheit achten

Lukrativ sind die Zinsen beim Festgeld mit einer Laufzeit ab zwei Jahren. Hier zahlt die Bigbank derzeit neben der Fidor mit 3,3 Prozent den höchsten Zins. Allerdings ist das Geld bei der estnischen Bigbank nur bis zu 50.000 Euro durch die staatliche Einlagensicherung Estlands abgedeckt. Mit 2,8 Prozent ebenfalls vergleichsweise hohe Zinsen zahlen die Garantie Bank International sowie die NIBC-Bank. Bei beiden Instituten ist das Geld durch die niederländische Einlagensicherung geschützt.

Für Geduldige: die Renaissance des Sparbriefs

Auch Sparbriefe erleben in den Zeiten niedriger Zinsen eine Renaissance. Wer sich auf Laufzeiten bis zu fünf Jahren einlassen kann, der kassiert im besten Fall vier Prozent Zinsen - wieder von der Bigbank. Danach folgen die Bank of Scotland und die NIBC Bank mit 3,9 beziehungsweise 3,8 Prozent. Der Nachteil: Hier bleibt das Geld wirklich lange angelegt und ein vorzeitiger Zugriff ist selten möglich, ohne dass die Top-Zinsen verloren gehen. Diesen Schritt sollten Anleger sich also reiflich überlegen.

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