Finanzen-News 20.09.2010

Zinswucher

Wie man zu hohe Kosten beim Dispo vermeidet

Stiftung Warentest machte darauf aufmerksam: Bankkunden zahlen Zinssätze bis zu 17 Prozent für den Dispokredit. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps zum richtigen Umgang mit dem Dispo.

Düsseldorf (red) - Banken und Sparkassen verdienen kräftig an Dispozinsen, wie die Stiftung Warentest in einer aktuellen Studie feststellte. Die Verbraucherzentrale NRW gibt einige Tipps, wie Bankkunden es vermeiden können, in die Zinsenfalle zu tappen.

Eine eiserne Reserve aufbauen

Die beste Möglichkeit, Zinskosten zu sparen, ist, den Dispokredit gar nicht erst in Anspruch zu nehmen. Jeder sollte versuchen, eine kleine, jederzeit verfügbare eiserne Reserve für unerwartete Kosten – zum Beispiel für Reparaturen – zu bilden. Geeignet dafür ist ein etwa ein Tagesgeldkonto. Wer ständig seinen Dispo ausreizt oder ihn sogar überzieht, sollte darüber nachdenken, wie die finanzielle Situation in den Griff zu bekommen ist, beispielsweise durch das Führen eines Haushaltsbuchs.

Die Bank wechseln

Auch wenn das Zinsniveau bei einem Dispokredit insgesamt hoch ist – es gibt auch Banken, die relativ niedrige Zinsen verlangen. Oft handelt es sich dabei um Direktbanken. Doch auch manche Filialbanken bieten günstige Konten an. Wichtig: Wer wechseln will, sollte nicht nur auf die Dispozinsen schauen, sondern weitere Kriterien in seine Entscheidung einbeziehen. Dazu gehören etwa die Höhe der Kontoführungsgebühren oder die Größe des Geldautomatennetzes.

Umschulden

Auf keinen Fall sollten Verbraucher einen Dispo dauerhaft nutzen. Denn auch der billigste Dispokredit ist teurer als ein günstiger Ratenkredit. Wer merkt, dass sein Konto nicht mehr aus dem Minus herauskommt, sollte daher lieber einen Ratenkredit aufnehmen. Auch ein Rahmenkredit mit festem Zinssatz kann eine billigere Alternative sein. Der funktioniert ähnlich wie ein Dispo, muss aber ausdrücklich mit der Bank vereinbart werden und sieht eine monatliche Tilgung vor. kommt man allein nicht mehr aus dem Minus heraus, helfen die Verbraucherzentrale oder die Schuldnerberatung.

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