Finanzen-News 19.01.2012
TAN per SMS
Vorsicht beim Online-Banking mit dem Handy
Mit Smartphones lassen sich auch Bankgeschäfte von unterwegs abwickeln. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät allerdings davon ab, das Smartphone für Online-Überweisungen zu nutzen, wenn auf diesem auch die TAN empfangen werde.
Leipzig (dapd/red) - Die notwendigen Transaktionsnummern (TAN) empfangen viele praktischerweise per SMS direkt auf ihr Smartphone. Betrüger könnten so TAN und Kontodaten einfach ausspähen und missbrauchen. Betroffenen drohe dann ein hoher finanzieller Verlust.
Banken und Sparkassen sichern sich ab
In den Geschäftsbedingungen der Banken heiße es: "Beim smsTAN-Verfahren darf das Gerät, mit dem die TAN empfangen werden (zum Beispiel Mobiltelefon), nicht für das Online-Banking genutzt werden." Der Kontoinhaber müsse in diesem Fall den finanziellen Schaden tragen. Wird die auf das Handy geschickte TAN hingegen für eine Überweisung am Computer genutzt, ist dies den Verbraucherschützern zufolge grundsätzlich sicher.
Sicherheitssoftware fürs Smartphone
Wenn Verbraucher ihr Smartphone allerdings mit dem Computer verbinden, könnten dabei Schadprogramme auf den PC geschleust werden und Kontodaten ausspähen. Die Verbraucherschützer empfehlen daher, aktuelle Sicherheitssoftware auf dem Smartphone zu installieren.
Bei Verlust des Handys seien Verbraucher außerdem verpflichtet, dies dem Kreditinstitut zu melden. Dies gelte aber nur, wenn es auch zum Empfang von SMS-TAN genutzt werde.
© 2000-2012 Gelon.de