Finanzen-News 18.07.2011

Schlecht verzinst

Viele lassen ihr Sparguthaben auf dem Girokonto

Jeder dritte deutsche Sparer bewahrt auch größere Geldbeträge für einen längeren Zeitraum auf dem Girokonto auf, wie eine forsa-Umfrage der Bank of Scotland ergab. Dabei gibt es auf einem Tagesgeldkonto höhere Zinsen.

Berlin (red) - Girokonten werden hierzulande meist nicht oder nur geringfügig verzinst, während mit Einlagen auf Tagesgeldkonten höhere Erträge möglich sind. "Girokonten eignen sich nicht für die Geldanlage. Sparer sollten überschüssige Beträge dort nicht unverzinst versauern lassen, sondern auf flexible Tagesgeldkonten mit guten Konditionen umschichten", sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland.

Gewohnheit und Bequemlichkeit

Die Untersuchung im Rahmen des "Sparerkompass Deutschland" der Bank of Scotland zeigt, dass eine Mehrheit der Bundesbürger (53 Prozent) vor allem aus Gewohnheit heraus ihr Geld auf dem Girokonto belassen. 43 Prozent der Befragten argumentieren, dass sie auf diese Weise ihr Geld jederzeit wieder abheben könnten (Mehrfachnennungen möglich). Immerhin fünf Prozent der Menschen glauben irrtümlich, mit einem Girokonto mehr Zinsen zu bekommen als mit einem Tagesgeldkonto.

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