Finanzen-News 13.01.2011
Geld abheben
Verbraucherzentrale: Teure Geldautomaten wenn möglich meiden
Kunden sollten Automaten, an denen hohe Gebühren für das Geld abheben fällig werden, unbedingt meiden. Nur so kann, nach Meinung von Verbraucherschützern, Druck auf die jeweiligen Geldinstitute ausgeübt werden. In ländlichen Gebieten könnte dies aber ein schweres Unterfangen werden.
Halle (red) - Ab dem 15.01. müssen Kunden direkt am Geldautomat informiert werden, wie teuer das Geld abheben für sie wird. Damit soll man beim Abheben am Automaten eines fremden Geldinstitutes die Möglichkeit haben, bei zu hohen Gebühren, den Vorgang abzubrechen und zu einem günstigeren Automaten zu wechseln. Dies sollte man im Fall der Fälle auch unbedingt tun, rät die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, denn nur so hätte man als Verbraucher die Möglichkeit Bewegung in die Preisgestaltung der Banken zu bringen.
Keine einheitlichen Gebühren bei Volksbanken und Sparkassen
Die Geldinstitute können nämlich selbst entscheiden, welche Gebühren für sogenanntes Fremdabheben fällig werden. Während sich die Privatbanken derzeit auf eine maximale Gebühr von 1,95 Euro geeinigt haben, lehnen Sparkassen und Volksbanken eine solche Begrenzung derzeit noch ab. Sie argumentieren, dass sie die meisten Geldautomaten zur Verfügung stellen würden und somit höhere Kosten als die Privatbanken hätten.
In ländlichen Gebieten oft nur ein Bankautomat verfügbar
Daher kann es auch regional zu unterschiedlichen Preisen fürs Fremdabheben kommen. Verbraucher müssen deshalb die Augen aufhalten und notfalls eben einen anderen Geldautomaten aufsuchen. Möglicherweise könnte dies auch Sparkasse und Volksbank zu einer einheitlichen Preispolitik bewegen. Schwierig könnte es allerdings in Gebieten mit geringer Bankautomaten-Infrastruktur werden. Gerade in ländlichen Gebieten stehen selten mehrere Geldautomaten in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.
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