Finanzen-News 15.06.2010
Finanzen
Verbraucherzentrale: Kritik an "Beipackzetteln" für Finanzprodukte
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, dass jede Bank für Geldanlageprodukte Informationsblätter für Kunden einführen sollte. Mit diesen "Beipackzetteln" sollte eine bessere Vergleichbarkeit von Finanzprodukten erreicht werden. Diese sind nun aber bei der Verbraucherzentrale durchgefallen.
Berlin (ddp.djn/red) - Freiwillige "Beipackzettel" von Banken für ihre Finanzprodukte sorgen bisher nicht für die gewünschte Vergleichbarkeit. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Verbraucherzentralen nach einem Test von zwölf Produktinformationsblättern von acht Finanzinstituten. Untersucht wurden unter anderem Produkte der Deutschen Bank, Bausparkasse Mainz, ING DiBa und der Targobank, wie der Verband am Montag in Berlin mitteilte.
Informationsblätter sind häufig nicht verständlich
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, dass jede Bank zu ihren Geldanlage Produkten auf freiwilliger Basis Informationsblätter für Kunden einführen solle. Damit sollte eine bessere Vergleichbarkeit von Finanzprodukten erreicht werden. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale ist dieser Versuch gescheitert.
Nach Angaben des Verbandes sind die Angaben auf den untersuchten "Beipackzetteln" häufig nicht verständlich, auch weil unterschiedliche Begriffe für gleiche Informationen verwendet würden. Kein Informationsblatt habe alle zudem relevanten Informationen enthalten. "Um Verständlichkeit und Vergleichbarkeit sicherzustellen, muss ein einheitlicher Standard vorgegeben werden", forderte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Gerd Billen.
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