Finanzen-News 16.11.2011

Gar nicht spießig

Übereinstimmung: Sparen ist den Deutschen wichtig

Sowohl eine Umfrage von forsa und CosmosDirekt als auch eine Online-Befragung im Auftrag des Verbraucher-Beratungsdienstes "Geld und Haushalt" kommen zum Ergebnis, dass Sparen den meisten Deutschen wichtig ist, auch für die Altersvorsorge.

Berlin/Saarbrücken (red) - 120 Euro zum Beispiel sparen die Deutschen laut Vorsorgereport von CosmosDirekt jeden Monat für die private Rente. Das Sparen empfinden sie nicht als Einschränkung: So sagten zwei Drittel der Deutschen in einer aktuellen Umfrage des Versicherers und forsa, dass sie die Freiheit schätzen, die ihnen ein finanzielles Polster gibt.

Jüngere sparen öfter, Ältere sind disziplinierter

Geld zurückzulegen ist für 87 Prozent der Befragten nicht ein altmodisches Relikt, sondern zeitgemäß. Für drei Viertel aller Befragten (75 Prozent) ist Sparen Mittel zum Zweck, um sich Wünsche zu erfüllen. Interessant: Gerade Jüngere sparen: 67 Prozent der Erwachsenen unter 30 und 72 Prozent im Alter zwischen 30 und 44, aber nur 53 Prozent der Befragten über 60 legen Geld zur Seite. Jeder Zweite hat sich sogar schon einmal eine Sparstrategie zurechtgelegt, um sich einen Wunsch zu erfüllen. Dabei sind allerdings die Älteren disziplinierter und kommen häufiger zum Ziel.

40 Prozent sparen regelmäßig

Eine Internetbefragung des Beratungsdienstes "Geld und Haushalt" unter 1000 Verbrauchern kommt zum Ergebnis, dass 90 Prozent der Deutschen Sparen für wichtig halten. 40 Prozent der Befragten sparen monatlich einen festen Betrag. Sonderzahlungen wie etwa das Weihnachtsgeld oder Tantiemen werden von knapp jedem fünften Deutschen auf die hohe Kante gelegt. Ebenfalls 40 Prozent der Befragten legen Geld zurück, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt. 14 Prozent sparen gar kein Geld für spontane Ausgaben - sie geben ihr verfügbares Budget vollständig aus.

Tipp: Haushaltsbuch führen

Den Grund für diese unterschiedlichen Spargewohnheiten vermutet der Beratungsdienst im mangelnden Wissen über das zur Verfügung stehende Budget. Weniger als jeder vierte Deutsche führe nach eigenen Angaben Buch über seine Einnahmen und Ausgaben. Fast jeder zehnte prüfe sein Budget gar nicht oder sporadisch. Empfohlen wird daher das Führen eines Haushaltsbuchs.

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