Unter Druck

Studie: Filialsterben der Banken geht weiter

Einer Studie zufolge könnte die Zahl der Bankfilialen in Deutschland sich in den nächsten 20 Jahren fast halbieren. Vor allem im ländlichen Raum dürfte das Filialnetz weiter ausgedünnt werden. Insbesondere in Ostdeutschland lohnen sich die Zweigstellen immer weniger.

Banken© Tanja Bagusat / Fotolia.com

Frankfurt/Main (AFP/red) - Ein Szenario, wonach rund 14.600 Zweigstellen der Banken und Sparkassen bis 2035 schließen werden, hält die Förderbank KfW für "sehr realistisch", wie aus einer am Freitag in Frankfurt am Main veröffentlichten Studie hervorgeht. Vor allem im ländlichen Raum werde sich das Filialnetz weiter ausdünnen.

Vier Kilometer bis zur nächsten Bank

Die Gründe für das Filialsterben liegen der Studie zufolge auf der Hand: einerseits die Digitalisierung der Bankprozesse, andererseits der demographische Wandel. Vor allem in Ostdeutschland, wo die Bevölkerungszahl rapide zurückgehe und somit auch die Wirtschaftskraft der Regionen abnehme, lohne es sich für Kreditinstitute immer weniger, ihre Zweigstellen zu betreiben, heißt es in der Studie. Bereits heute müssten Bankkunden in Ostdeutschland im Schnitt vier Kilometer weiter zur nächsten Bankfiliale fahren als im Westen der Republik. Im Osten teilen sich demnach durchschnittlich 3700 Kunden eine Filiale, im Westen 2500.

Digitalisierung setzt Banken unter Druck

Doch der Rückgang der Bankfilialen betrifft nicht nur Ostdeutschland, die Digitalisierung setzt die Banken bundesweit unter Druck. Schon heute nutzen zahlreiche Bankkunden Online-Banking und betreten die Filialen deutlich seltener als noch vor einigen Jahren. Hervorzuheben sei auch die "zunehmende Konkurrenz von Online-Instituten", heißt es in der Studie. Gemeint damit sind Banken, die ihre Produkte nur im Internet anbieten und über keine Filialen verfügen.

Neben klassischen Banken setzt auch die steigende Anzahl kleiner Finanztechnologie-Startups, sogenannter Fintechs, den Banken zu. Verbraucher können über sie beispielsweise Kredite beantragen oder Geld anlegen, ohne mit einem Finanzberater einer Bank zu sprechen - dank transparent und verständlich aufbereiteter Online-Angebote.

Neue Chancen für Finanzinstitute

Die Digitalisierung bringt der Studie zufolge aber auch Chancen für die klassischen Finanzinstitute mit sich: Sie eröffne auch ihnen "neue Wege der Kundenberatung und -versorgung mit Finanzdienstleistungen". Auch offline gebe es bereits Konzepte, die die Versorgung speziell in dünn besiedelten Regionen gewährleisten sollen, heißt es in der Studie. Genannt wird eine mobile Filiale, der "Große Emma"-Bus.

Um wie viel die Zahl der Zweigstellen von Banken und Sparkassen 2014 gesunken ist, teilte die Deutsche Bundesbank am Freitag mit. Demnach schlossen insgesamt knapp 900 Filialen in ganz Deutschland, was einer Verringerung um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders betroffen waren Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die zusammen knapp 670 Zweigstellen schlossen. Allerdings verfügen Sparkassen mit rund 12.300 Filialen und Genossenschaftsbanken mit fast 11.300 Zweigstellen noch immer über das dichteste Bankennetz hierzulande.

Quelle: AFP

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