Finanzen-News 14.06.2010
Bankenregulierung
Strengere Regeln behindern Wirtschaftswachstum
Strengere Regeln auf dem Finanzmarkt werden nach Einschätzung des internationalen Bankenverbands IIF das Wachstum der Wirtschaft im Euroraum, in den USA sowie Japan drosseln und die Schaffung von insgesamt 9,7 Millionen Arbeitsplätze kosten.
Wien (ddp/ red) - In Wien diskutieren Banker bei dem dreitägigen IIF-Treffen über das sinnvolle Ausmaß an Regulierung in Europa. IIF-Chairman und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mahnte zu einem besonnenen Vorgehen bei der Einführung neuer Regeln.
Ackermann rät zu vorsichtigem Vorgehen
"Eine zu schnelle Implementierung ist nicht sehr weise, wenn die Wirtschaft sich nur langsam erholt", sagte er. Nur eine globale Harmonisierung von Bilanzregeln sei sinnvoll. Mit dem bisherigen Verlauf der Regulierungsreform zeigte Ackermann sich zufrieden. Diese gehe weitgehend in die richtige Richtung, sagte der Manager.
Strengere Regeln drosseln Wirtschaftswachstum
Insgesamt müssten sich laut Verband die Banken im Euroraum, in den USA und Japan wegen der deutlich strengeren Eigenkapitalanforderungen auf einen hohen Finanzbedarf einstellen. Im Bericht wird vorgerechnet, dass die Banken in den G3-Ländern zwischen 2010 und 2015 ihr Eigenkapital um 700 Milliarden Dollar erhöhen und Fremdkapital im Volumen von 5,4 Billionen Dollar aufnehmen müssten. Dies werde auch deutliche Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben. Insgesamt sei die Erholung der globalen Wirtschaft noch einem hohen Risiko ausgesetzt, hieß es weiter.
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