Finanzen-News 05.05.2011

Kriminalität

Skimming nimmt besonders in größeren Städten zu

Wie eine kleine Anfrage der Grünen im hessischen Landtag ergab, nimmt das so genannte Skimming an Geldautomaten stark zu. Überwiegend sind größere Städte betroffen und der Schaden für die Banken geht in die Millionen. Grüne fordern mehr Prävention.

Wiesbaden (dapd-hes / red.) - Ein Schaden von rund 1,6 Millionen Euro ist im vergangenen Jahr in Hessen durch Manipulation an Geldautomaten, das sogenannte Skimming, entstanden. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Ellen Enslin hervor. Die datenschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion forderte eine stärkere Aufklärung zum Schutz vor diesem "Datenklau" an Bankautomaten sowie mehr Präventionsarbeit zur Verhinderung von Skimming.

Skimming vermehrt in Großstädten

In der Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage ist laut Enslin von einer steigenden Tendenz bei den Schäden die Rede. Städte mit mehr als 100.00 Einwohnern seien am stärksten von Skimming betroffen. Schwerpunkte lägen in Frankfurt und in Westhessen. Betroffen seien nahezu alle Banken und Sparkassen, es gebe zudem eindeutige Bezüge zur organisierten Kriminalität.

Politik fordert mehr Prävention - auch seitens der Banken

Zwar plane der Sparkassen- und Giroverband, den eher unsicheren Magnetstreifen auf den EC-Karten nach und nach auf ein Chip-System umzustellen. Ab 1. Juli sollen zudem alle EC-Zahlungen mit Chip und persönlicher Geheimzahl abgewickelt werden. Aber erst ab 2012 sollten auch alle Abhebungen am Geldautomaten nur noch über Chip erfolgen, kritisierte die Grünen-Abgeordnete.

Deshalb seien präventive Aufklärungsmaßnahmen wie Flyer über Skimming, Kooperationen mit Versicherungen oder Beratung des Bankenverbands ebenso notwendig wie intensive Ermittlungen. Hier seien auch die Banken und Sparkassen selbst gefordert, ihre Kunden besser vorbeugend zu informieren, forderte Enslin.

© 2000-2012 Gelon.de

szmtag