Finanzen-News 26.09.2011

Zehn Milliarden

Rekord-Gewinnziel von Deutscher Bank in Gefahr

Die Deutsche Bank kämpft um das in Aussicht gestellte Rekordergebnis im letzten Geschäftsjahr von Vorstandschef Josef Ackermann. Gerade das Investmentbanking leide unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise. Stabil sei dagegen das Privatkundengeschäft.

Frankfurt/Main (dapd/red) - Auch das Firmenkreditgeschäft entwickle sich weiter gut. Ob aber der Vorsteuergewinn von zehn Milliarden Euro erreicht werde, könne erst bei der Vorstellung des Berichts für das dritte Quartal gesagt werden, sagte Finanzvorstand Stefan Krause der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Bank will vor allem das Eigenkapital stärken

Vage blieb Krause bei der Frage nach einer Rekorddividende für die Aktionäre, sollte der Konzern seine Gewinnprognose erfüllen. "Unsere Dividendenpolitik soll weiter für eine attraktive Aktie sorgen", erklärte der Konzernvorstand. "Aber wir werden auch unser Eigenkapital stärken." Das sei ja auch im Interesse der Aktionäre.

Die Risiken der Schuldenkrise für die Deutsche Bank schätze er "geringer als für viele andere Banken" ein, sagte der Manager weiter. "Wir haben nur ein vergleichsweise niedriges Exposure in Anleihen der Peripheriestaaten." Zum niedrigen Aktienkurs sagte Krause, die Bank sehe "großes Erholungspotenzial", sobald die aktuellen Probleme gelöst seien. Die Anleger hätten derzeit das "Worst Case Szenario" in den Kurs eingepreist: "dass Griechenland seine Verpflichtungen nicht erfüllt, andere Euro-Länder mitreißt und Banken zusammenbrechen", erklärte Krause. "Davon gehen wir aber nicht aus."

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