Finanzen-News 06.09.2010

EU-Vorgabe

NRW-CDU will 22-stellige Kontonummern verhindern

Die niedersächsische CDU-Fraktion will die von der Europäischen Union geplante Einführung von 22-stelligen Kontonummern verhindern.

Hannover (ddp-nrd/red) - In der kommenden Plenumswoche, wolle man mit einer mündlichen Anfrage für das Beibehalten des vertrauten Systems plädieren, teilte ein Sprecher der Fraktion am Sonntag mit. Hintergrund sind Pläne der Europäischen Kommission, ab 2013 die bewährten Kontonummern und Bankleitzahlen durch 22-stellige IBAN-Nummern zu ersetzen.

Lange Kontonummern unnötig und teuer

Dieser Plan sei "unnötig, teuer und verbraucherunfreundlich", kritisierten mehrere CDU-Landtagsabgeordnete in einer Mitteilung. Mit der mündlichen Anfrage wollen sie die Landesregierung bitten, sich über den Bund bei der Europäischen Kommission für ein Ende der Pläne einzusetzen.

"Vor allem aus Sicht der Verbraucher ist die Einführung kritisch", sagte der Abgeordnete André Wiese. Viele Menschen seien gerade bei Bankgeschäften unsicher. "Versehentliche Falschangaben oder Zahlendreher werden mit einer 22-stelligen Kontonummer eher häufiger als seltener werden", sagte der Landtagsabgeordnete Wittich Schobert. Letztlich gehe die Idee komplett am realen Leben vorbei, kritisierten die CDU-Politiker.

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