Finanzen-News 26.08.2010

Bis 50.000 Euro

noa-bank insolvent: Kunden bekommen Einlagen ausgezahlt

Kunden der insolventen noa bank können mit Rückzahlungen rechnen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am Mittwoch den Entschädigungsfall für das Institut festgestellt und damit die gesetzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Kunden ihre Einlagen bis zu einer Summe von 50 000 Euro zurückerhalten.

Frankfurt/Main (ddp/red) - Das teilte die Bankenaufsicht in Frankfurt am Main mit. Das Amtsgericht Düsseldorf habe am Mittwoch darüber hinaus ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet und einen Insolvenzverwalter bestellt.

Die BaFin hatte am Dienstag Insolvenzantrag über die noa bank gestellt. Grund für die Pleite ist die Insolvenz der Tochter noa Factoring. Die Gesellschaft ist der wichtigste Kreditnehmer der noa bank, von insgesamt 60 Millionen Euro an Krediten entfallen 27 Millionen Euro auf sie.

Einlagen bis 50.000 Euro gesichert

Die noa bank ist laut BaFin Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), die die Verbindlichkeiten des Instituts gegenüber seinen Kunden bis zu einer Höhe von 50.000 Euro sichert. Damit bekommen Kunden, die Tagesgeld, Festgeld oder anderes Guthaben bei der Bank angelegt haben, dieses bis zu diesem Betrag auf jeden Fall zurückerstattet. Mit der Feststellung des Entschädigungsfalls durch die BaFin könne die EdB die Einleger der Bank nun auszahlen.

Die BaFin hatte am 18. August gegenüber der noa bank bereits ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem war angeordnet worden, die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft zu schließen. Zudem war ein Moratorium über die Bank angeordnet worden. Damit wurde dem Institut untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihm gegenüber bestimmt sind.

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