Finanzen-News 15.06.2011

mTan und Flickercode

Neue Technik verbessert die Sicherheit beim Online-Banking

43 Prozent aller Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Bald könnten es noch mehr werden: Denn wie das Technikmagazin Chip in seiner Ausgabe 07/2011 berichtet, wird Online-Banking immer sicherer. Getestet wurden auch die Online-Banking-Portale von 15 Banken.

München (red) - Verfahren wie mTAN, HBCI und Flickercode (chipTAN) lösen bei vielen deutschen Banken veraltete Schutzmechanismen ab und sorgen für mehr Sicherheit. In einem Test hat Chip die Online-Banking-Portale 15 deutscher Banken geprüft. Testsieger wurde die Postbank, gefolgt von der Volksbank Augsburg und der Deutschen Bank. Die Postbank hat ihre Kunden bereits flächendeckend mit den neuen Verfahren mTAN und Flickercode versorgt, daneben sticht die Fülle an online nutzbaren Funktionen hervor - was im Test ebenso bewertet wurde wie die Verfügbarkeit mobiler Dienste sowie die Kosten.

Die neue Sicherheitstechnik wird den Kunden nicht geschenkt

Die Umrüstung auf die neuen Sicherheitstechniken hat allerdings ihren Preis. Für ein Beispiel-Konto bei der Deutschen Bank werden stolze 105,34 Euro im Jahr fällig. Ein vergleichbares Konto bei der ING-DiBa kostet nur 2,40 Euro, allerdings belegt diese, wie viele Direktbanken, in der Sicherheitswertung nur einen der hinteren Plätze.

Warum sind die neuen Verfahren sicherer?

Chip-Redakteur Dominik Hoferer erklärt, warum die neuen Verfahren sicherer sind: "Alle haben eines gemeinsam, sie lösen die bisher gängigste Methode mit auf Papier gedruckten Transaktionsnummern (TANs/iTANs) ab. Stattdessen werden diese bei Online-Banking-Geschäften unabdingbaren TANs auf andere Weise generiert."

Auch die Hacker reagieren auf die neuen Methoden. "In Einzelfällen ist es Betrügern bereits gelungen, Handys zu übernehmen und so die SMS-TAN abzufangen." Dennoch seien die neuen Methoden deutlich sicherer als ihre Vorgänger. "Ein Umstieg ist absolut zu empfehlen", so das Fazit des Chip-Experten.

Die neuen, sichereren Methoden

mTAN: Bei der mobilen TAN wird bei jedem Bankgeschäft eine individuelle TAN generiert und per SMS an den Kunden geschickt. Sie gilt nur wenige Minuten und ist an die Kontodaten des Empfängers gekoppelt. Viele Banken verlangen pro mTAN-SMS eine Gebühr von neun bis zwölf Cent.

Flickercode oder chipTAN: Bei dieser Methode muss der Bankkunde seine EC-Karte in ein kleines Gerät, den sogenannten Flickercode-Generator, stecken. Will er ein Bankgeschäft online abschließen, erscheint eine flackernde Grafik im Banking-Portal auf dem PC-Monitor, vor die der Kunde den Flickercode-Generator hält. Dieser nimmt das Flackern auf und generiert eine TAN-Nummer, die der Nutzer wie gewohnt auf der Banking-Seite eingibt.

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