Finanzen-News 17.06.2011
Zahlen im Ausland
Mit Reiseschecks sind Jugendliche auf der sicheren Seite
Wer verreist, sollte in irgendeiner Weise Geld zur Verfügung haben. Und gerade dann, wenn der Nachwuchs das erste Mal alleine verreist, soll dieser nicht irgendwann mittellos dastehen. Die ING-DiBa zeigt einige Möglchkeiten auf, Jugendliche im Urlaub finanziell abzusichern.
Frankfurt (red) - Wenn es Jugendliche vor ihrem 18. Geburtstag ohne Begleitung der Eltern ins Ausland zieht, stellt sich die Frage nach der passenden Geldversorgung. Während Erwachsene in Verbindung mit dem eigenen Girokonto meist über eine EC- und Kreditkarte verfügen, gestaltet sich für Minderjährige der Zugang zu Bargeld im Ausland etwas komplizierter. Die Direktbank ING-DiBa hat mehrere Alternativen zusammengestellt, die sich allerdings bei Kosten und Sicherheit teilweise deutlich unterscheiden.
Bargeld birgt Risiken
Wer auf Bargeld setzt, wählt zwar die kostengünstigste, aber auch die riskanteste Variante, um die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Wird das Bargeld gestohlen, bleibt es in der Regel auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Jugendliche sollten daher niemals größere Geldbeträge mit sich führen, sondern nur so viel, wie sie für die nächsten zwei bis drei Tage benötigen.
Partner-Kreditkarten haben Vor- und Nachteile
Einzelne Kreditkartenanbieter haben teilweise kostenlose Partnerkarten auch für minderjährige Kinder im Programm. Manchmal muss der Nachwuchs jedoch mindestens 16 Jahre alt sein. Der Vorteil: Für das Bezahlen mit der Kreditkarte in einem Euro-Land fallen keine Gebühren an. Nachteilig ist hingegen oft die Bargeldbeschaffung. Denn wer mit der Kreditkarte in Deutschland und anderen Euro-Ländern am Geldautomaten Bargeld zieht, muss häufig mit Gebühren von zwei bis vier Prozent des abgehobenen Betrages rechnen (Mindestgebühren meist 5 bis 7,50 Euro). Außerhalb der Euro-Zone kommt noch ein Entgelt für den Auslandseinsatz hinzu – ein bis zwei Prozent. Die Abbuchungen erfolgen über das Konto des Hauptkarten-Inhabers – also der Eltern. Sollte die Partnerkarte gestohlen werden oder verloren gehen, haftet der Hauptkarten-Inhaber, wenn er nicht grob fahrlässig gehandelt hat, meist mit maximal 50 Euro – und auch das nur bis zur Verlustmeldung.
Prepaid-Kreditkarten sind eine gute Alternative
Jugendliche unter 18 Jahren können auch vorab mit Euros aufgeladene Kreditkarten erwerben. Solche Prepaid-Kreditkarten gibt es ohne Schufa-Abfrage und ohne Bonitätsprüfung, da es sich um eine reine Guthabenkarte handelt. Auf diese muss zuerst Geld eingezahlt werden und danach kann auch nur über den eingezahlten Betrag verfügt werden. Per Überweisung kann die Karte nachgeladen werden. Die Sicherheit dieser Karten ist ebenso hoch wie bei Partner-Kreditkarten. Allerdings kosten die Prepaid-Karten meist 10 bis 60 Euro pro Jahr.
Reiseschecks: Noch immer beliebtes Zahlungsmittel
Auch wenn die Bedeutung von Reiseschecks abnimmt, sind sie dennoch ein sinnvolles Zahlungsmittel, vor allem, wenn Sicherheit gefragt ist. Sie sind auch für Jugendliche auf Auslandsreisen geeignet, weil die Zahlung nur aus bezahltem Guthaben erfolgt. Jährliche Gebühren werden nicht fällig. Dafür verlangt die Bank beim Kauf einen Aufschlag von meist einem Prozent, mindestens jedoch 2,50 Euro. Die Reiseschecks sollten möglichst in der jeweiligen Landeswährung ausgestellt werden. Dann können Jugendliche damit am Urlaubsort auch Rechnungen begleichen. Wer die Reiseschecks zu Bargeld machen will, sollte vorher die Gebühren vergleichen. Bei Verlust oder Diebstahl werden die Schecks meist innerhalb von 24 Stunden kostenlos ersetzt.
Das passende Zahlungsmittel abwägen
Bei kürzeren Auslandsaufenthalten sind, laut ING-DiBa, Reiseschecks für Jugendliche oft die günstigste und sicherste Variante, um an Bargeld zu kommen. Geht es über Monate hinweg ins Ausland, kommt eher eine Prepaid- oder Partner-Kreditkarte infrage. Wer sehr flexibel bleiben will, sollte gleich auf einen Reisekassen-Mix aus Bargeld, Kreditkarte und Reiseschecks setzen.
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