Finanzen-News 30.08.2010
Beschwerdenrekord
Kunden immer unzufriedener mit Privatbanken
2009 haben Kunden eine Rekordzahl an Beschwerden bei den Privatbanken eingereicht. Besonders viele Klagen gab es im Bereich Wertpapiergeschäft - viele sind mit ihrer Anlageberatung unzufrieden.
Berlin (ddp/red) - Die Zahl der Beschwerden sei im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 6500 gestiegen, teilte der Bundesverband deutscher Banken am Freitag in Berlin mit. Das sei der höchste Stand seit der Gründung der Beschwerdestelle der Privatbanken 1992. Hintergrund ist die Wirtschafts- und Finanzkrise.
Kunden klagen über schlechte Beratung
Nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehmann Brothers 2008 stiegen demnach vor allem die Beschwerdezahlen im Wertpapiergeschäft. Diese dominierten mit rund 48 Prozent - oftmals ging es dabei den Angaben zufolge um eine unzufriedenstellende Anlageberatung. Diese Entwicklung habe sich auch 2009 fortgesetzt, teilte der Verband mit. Er beruft sich auf den neuesten Tätigkeitsbericht des Ombudsmannes der privaten Banken.
Personelle Verstärkung für Beschwerdestelle
Demnach betrafen die Kundenbeschwerden alle Bereiche des Bankengeschäfts. Rund ein Viertel der Beschwerden befasste sich mit dem Zahlungsverkehr, ein Sechstel mit dem Geschäft um Kredite. Wie der Verband weiter mitteilte, hat er wegen der Beschwerdeflut einen sechsten Obmann engagiert und auch die Beschwerdestelle personell verstärkt.
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