Finanzen-News 07.12.2010
Technologie und Finanzen
Konzern Siemens gründet eigene Bank
Der Technologiekonzern Siemens gründet seine eigene Bank. Damit will man vor allem mehr Flexibilität bei der Konzernfinanziereung erreichen. Produkte für Privatkunden wird es bei der Siemens Bank GmbH nicht geben. Der Sitz der Bank wird München sein.
München (dpad/red) - Der Großkonzern Siemens wird demnächst eine eigene Bank gründen. Diese wird ihren Sitz in München haben und den Namen Siemens Bank GmbH tragen. Mit der Gründung soll durch Kredite und Garantien das Produktspektrum der Financial-Services-Einheit von Siemens erweitert werden und zwar vor allem im Bereich der Absatzfinanzierung. Siemens möchte auf diese Weise den eigenen Vertrieb stärken sowie die Flexibilität bei der Konzernfinanzierung erhöhen. Außerdem meint man auf diese Weise das Risikomanagement verbessern zu können.
Keine Angebote für Privatkunden
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht habe die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften in Deutschland erteilt, teilte Siemens mit. Zu den künftigen Kunden sollen Unternehmen, die öffentliche Hand und Projektgesellschaften zählen. Angebote für Privatkunden wird es bei der Siemens Bank allerdings nicht geben. Der designierte Vorstandschef der Bank, Roland Chalons-Browne sagte, gegenüber der "Börsen-Zeitung", für das Institut stehe das Kreditgeschäft im Vordergrund, insbesondere bei Projekt- und Investitionsfinanzierungen.
Kreditgeschäft steht im Vordergrund
So peile man in den ersten drei Jahren ein Volumen von einer Milliarde bis zwei Milliarden Euro an. Von Siemens werde das Institut mit einem Eigenkapital von 250 Millionen Euro ausgestattet. Nach einer Startphase rechnet Siemens damit, im Bezug auf die Eigenkapitalrentabilität, die Bandbreite der größeren Banken in Deutschland von 18 bis 25 Prozent erreichen zu können.
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