Finanzen-News 21.02.2012

Ost und West

Kluft bei den Alterseinkünften könnte größer werden

Die Kluft zwischen Ost und West könnte sich bei den Alterseinkünften vergrößern - trotz stärker steigenden Renten und höheren Durchschnittsrenten im Osten. Eine Erhebung der Postbank ergibt, dass Ostdeutsche deutlich weniger in die private Altersvorsorge investieren.

Bonn (red) - Zwar sollen die gesetzlichen Renten 2012 in Ostdeutschland um rund drei Prozent steigen, für Westdeutschland gehen die Schätzungen dagegen von nur zwei Prozent aus. Auch liegt mit 850 Euro pro Monat die Durchschnittsrente im Osten über der im Westen mit 713 Euro. Dennoch drohen die ostdeutschen Bürger in den nächsten Jahren bei den Alterseinkünften zurückzufallen.

Ostdeutsche investieren weniger

Während Berufstätige in Ostdeutschland monatlich 117 Euro für die Altersvorsorge aufwenden, investieren die Bürger im Westen mit 206 Euro nahezu drei Viertel mehr. Zudem wollen 62 Prozent der ostdeutschen Arbeitnehmer ihre private Altersvorsorge künftig nicht weiter ausbauen oder sind noch unentschieden. Im Westen liegt dieser Wert bei 55 Prozent. Das ergibt eine bundesweit repräsentative Analyse der Postbank.

Altersvorsorge im Westen wichtiger

Insgesamt hat das Thema Altersvorsorge in Ostdeutschland aber auch einen anderen Stellenwert. Mit 32 Prozent pflichtet nur knapp jeder dritte Berufstätige im Osten der Aussage zu: "Eine sichere Altersvorsorge bedeutet mir sehr viel". Im Westen sagt dies mit 45 Prozent fast jeder zweite Berufstätige.

An mangelndem Know-how liegt dies nicht. So hatten in Westdeutschland 34 Prozent der Berufstätigen noch nie eine Beratung zum Thema Altersvorsorge mit einem Bank-, Steuer-, Versicherungs- oder Vermögensberater. In Ostdeutschland ist das jedoch bei nur 24 Prozent der Berufstätigen so.

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