Schuldengespräche

Griechenland lehnt Ultimatum der Eurogruppe ab

Griechenland hat die Schuldengespräche mit der Eurogruppe für gescheitert erklärt, ein Ultimatum wurde abgelehnt. Athen gibt sich im Streit um seine Schulden hart. Die Zeit läuft davon - ohne weitere Hilfen droht den Griechen die Pleite.

Europa© typomaniac / Fotolia.com

Brüssel/Athen (dpa/red) - Die Verhandlungen der Eurogruppe mit Griechenland sind nach Berichten des staatlichen griechischen Fernsehen gescheitert. Das Fernsehen (NERIT) beruft sich am Montagabend auf Kreise der griechischen Regierung. Die Vorschläge der Eurogruppe bedeuteten "Zeitverlust, deswegen kann es - unter diesen Umständen - keine Einigung geben", wurden Kreise der Regierung zitiert.

Athen zeigt sich wenig kompromissbereit

Im Schuldenstreit mit Griechenland hatten Deutschland und die anderen europäischen Geldgeber am Montag hartnäckig um einen Kompromiss gerungen. Die Eurogruppe hatte Griechenland eine Frist bis Ende der Woche gesetzt, um doch noch Kompromissbereitschaft im Schuldenstreit zu zeigen. Grundlage solle ein Antrag auf die Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms sein. Damit würden aber auch die Sparauflagen der Geldgeber weiterhin gelten. Die Regierung in Athen lehnt diese ab.

Zum Auftakt der Euro-Finanzministerkonferenz in Brüssel sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): "Die griechische Regierung hat sich offenbar gar nicht bewegt." Er sei nicht der einzige, dem nicht klar sei, was die neue Links-Rechts-Regierung in Athen eigentlich wolle. Auch etliche seiner Amtskollegen gingen von schwierigen Verhandlungen aus.

Schlechtes Klima zwischen Dijsselbloem und Varoufakis

Zuvor war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und dem griechischen Finanzminister Gianis Varoufakis ohne Ergebnis geblieben. Das Klima sei schlecht gewesen, hieß es aus Kreisen der Athener Regierung, die vom Bündnis der radikalen Linken (Syriza) von Ministerpräsident Alexis Tsipras dominiert wird.

Varoufakis lehnt das Ultimatum der Eurogruppe sowie eine Verlängerung des Hilfsprogramms für sein Land ab. "Wir wollen einen neuen Vertrag", sagte Varoufakis am Montagabend.

Griechenland will Sparprogramm beenden

Hintergrund des Schuldenstreits sind die Pläne der Tsipras-Regierung, die ihrer Meinung nach unsoziale Sparpolitik im Land zu beenden. Gleichzeitig gilt es als sicher, dass sie auf neue Milliardenhilfen von den Euro-Partnern angewiesen ist. Das aktuelle Hilfsprogramm läuft Ende des Monats aus, und die Kapitalflucht aus Griechenland bereiten den Banken immer größere Probleme. Denn viele Griechen ziehen aus Sorge um die finanzielle Zukunft Gelder von ihren Konten ab.

Quelle: DPA

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