Finanzen-News 01.08.2011
Lockangebote
Gleichbehandlung von Neu- und Bestandskunden gefordert
Eine deutliche Mehrheit der Bankkunden in Deutschland spricht sich gegen zeitlich befristete Zinsangebote für Neukunden aus. 67 Prozent der 18- bis 69-Jährigen empfinden solche Geschäftspraktiken als unfair und fordern stattdessen eine Gleichbehandlung von Neu- und Bestandskunden.
Berlin (red) - Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Bank of Scotland unter 1.671 Bundesbürgern, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut forsa. "In vielen Fällen stehen attraktive Zinskonditionen nur Neukunden offen – und das häufig nur für begrenzte Zeit. Bestandskunden müssen sich dagegen mit deutlich weniger Prozentpunkten zufrieden geben und werden so klar benachteiligt", sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland.
Lockangebote oft an Bedingungen geknüpft
Zinsangebote für Neukunden sind häufig an weitere Nebenbedingungen geknüpft Die Untersuchung im Rahmen des "Sparerkompass Deutschland" zeigt, dass 11 Prozent der Befragten schon einmal ein Neukundenangebot mit einem zeitlich befristeten Zinssatz in Anspruch genommen haben, vier Prozent mehrfach. "Häufig sind die Lockangebote an weitere Nebenbedingungen wie einen Depotübertrag oder den Abschluss eines Girokontos mit Mindesteingang geknüpft – das steht dann irgendwo im Kleingedruckten", so Bertil Bos.
Bei der Bank of Scotland selbst sind die Konditionen auf dem Tagesgeldkonto für alle Nutzer gleich. Aktuell werden sämtliche Einlagen vom ersten Euro an mit 2,5 Prozent p. a. verzinst.
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