Finanzen-News 12.11.2010

Kosten

Gebühren für EC- und Kreditkarte werden oft unterschätzt

Bis zu etwa 100 Euro betragen die Gesamtkosten rund um das Girokonto pro Jahr. Was vielen Bankkunden aufgrund des Paketpreises (oder Komplettpreises) gar nicht bewusst ist: Ein großer Teil dieser Kosten entfällt auf die zu dem Girokonto ausgegebenen Plastikkarten – also die ec-/Maestro-Karte und die Kreditkarte.

Vergleichsweise preiswert ist in aller Regel die ec-/Maestro-Karte. Dafür werden oft lediglich fünf bis zehn Euro pro Jahr vom Girokonto abgebucht. Bis zum Achtfachen an Gebühren zahlt der Kunde dagegen für eine Standard-Kreditkarte. Für das besonders auf Auslandsreisen beliebte und praktische Zahlungsmittel verlangen Geldhäuser zwischen 10 und 40 Euro im Jahr, wie Finanztest kürzlich ermittelte. Nutzen Ehepartner das Girokonto gemeinsam, fällt für die zusätzliche Partnerkarte oft eine weitere Gebühr an. Selbst bei auf den ersten Blick kostenlosen Girokonten können sich die Ausgaben für das Plastikgeld dann auf jährlich bis zu 60 Euro summieren, informiert die ING DiBa.

Premium-Karten oft teuer - nutzen begrenzt

Vorsicht Kostenfalle: Besonders teuer wird die Kartennutzung, wenn die Bank dem Kunden die Luxusvariante verkauft. Die oft als "Gold"- oder "Platin"-Karte bezeichneten Kreditkarten schlagen je nach Anbieter mit Jahresgebühren von bis zu 180 Euro zu Buche. Der zusätzliche Nutzen dieser Premium-Karten ist dagegen äußerst begrenzt: Denn die darin enthaltenen Versicherungsleistungen sind fast immer stark eingeschränkt oder überflüssig. Somit bieten die teuren Exklusivkarten bis auf den Zugang zu bestimmten Flughafen-Lounges in aller Regel nichts, was eine herkömmliche Standard-Kreditkarte nicht ebenfalls leisten kann.

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