Finanzen-News 10.11.2011
Insolvenzverfahren
FSE Platinum AG: Anlegern droht Totalverlust
Das Landgericht Hamburg hat das Insolvenzverfahren über die FSE Platinum AG eröffnet, deren Kapitalanlagevermittler auch unter den Firmennamen Epeku AG, Eupek AG und Platinum AG auftraten. Verbraucher, die Genussrechte am Unternehmen erworben haben, müssen nun um drei Millionen Euro bangen; ihnen droht der Totalverlust der Geldanlage.
Hamburg (red) - Gabriele Schmitz, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg: "Wir raten Anlegern dringend, sofort alle Einzugsermächtigungen für die FSE Platinum AG zu widerrufen und sämtliche Zahlungen an das Unternehmen einzustellen. Vielleicht ist es sogar noch möglich, die zuletzt abgebuchte Rate von der eigenen Bank zurückholen zu lassen."
Vertrag außerordentlich kündigen und Strafanzeige erstatten
Darüber hinaus sollten betroffene Verbraucher den mit dem Finanzdienstleister geschlossenen Vertrag außerordentlich wegen arglistiger Täuschung und Kapitalanlagebetrugs beim Insolvenzverwalter kündigen. Als Begründung können sie darauf verweisen, dass ihr Geld nicht, wie von FSE Platinum versprochen, in Immobilien investiert wurde.
Um auch der Staatsanwaltschaft, die bereits in dem Fall ermittelt, das Ausmaß des Schadens und Täuschungsmanövers deutlich zu machen, empfiehlt die Verbraucherzentrale den Geschädigten zudem, Strafanzeige zu erstatten. "FSE Platinum hat viele Anleger mit Faltblättern geworben, deren Versprechen in eklatantem Widerspruch zu den deutlichen Risikohinweisen im Emissionsprospekt standen", so Schmitz. Weitere Informationen gibt es unter vzhh.de.
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