Finanzen-News 17.12.2010

Gegen Kreditausfälle gewappnet

EZB verdoppelt Grundkapital

Die Europäische Zentralbank (EZB) verdoppelt ihr Grundkapital, um besser gegen Kreditausfälle von Euro-Sorgenkindern wie Griechenland gewappnet zu sein.

Frankfurt/Main (dapd/red) - Künftig hat die Notenbank der 16 Euro-Länder 10,8 Milliarden Euro zur Verfügung, um die europäische Schuldenkrise zu bekämpfen und gegen Kredit Ausfälle gewappnet zu sein, wie die EZB mitteilte. Bislang lag das Grundkapital bei 5,8 Milliarden Euro.

Die Bundesregierung hatte sich schon am Dienstag positiv zu einer Aufstockung des EZB-Grundkapitals geäußert. Über den Schritt war bereits seit längerer Zeit spekuliert worden. Hintergrund ist der Aufkauf von Staatsanleihen krisengeschüttelter Euro-Länder durch die Bank. Mit einer Erhöhung des Grundkapitals wäre sie auch dann ausreichend kapitalisiert, wenn weitere Ankäufe notwendig sein sollten.

Mit der ersten Kapitalaufstockung seit zwölf Jahren wird am 29. Dezember begonnen. Es sind insgesamt drei jährliche Raten fällig, die von den Notenbanken der Euro-Länder eingezahlt werden müssen. Für die Bundesbank bedeutet der Schritt, dass sie zusätzlich etwa eine Milliarde Euro bei der EZB einzahlen muss, der Anteil Deutschlands liegt dann bei etwa zwei Milliarden Euro.

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