Finanzen-News 01.06.2010

Lebensversicherung

Einbußen bei Lebensversicherungen

Die künftigen EU-Vorschriften könnten für Kunden, die eine Lebensversicherung abschließen, mittelfristig zu Einbußen bei der Rendite oder der Sicherheit führen. Ab 2012 sollen laut EU alle Kapitalanlagen von Versicherern passgenau nach Risiko abgesichert werden.

Düsseldorf (ddp/red) - Die derzeit beschlossenen, künftigen EU Vorschriften, die regeln sollen, wie die angelegten Kundengelder bei Lebensversicherungen mit Eigenkapital abgesichert werden müssen, könnten für den Kunden die Lebensversicherung weniger rentabel werden lassen; denn es drohen Einbußen bei Rendite oder Sicherheit. Das liegt daran, dass Staatsanleihen, unabhängig von ihrem Rating, weiterhin mit null Prozent Eigenkapital abgesichert werden. Dagegen werden bei Immobilien rund 25 Prozent Kapital gefordert. Ab 2012 sollen die Pläne der EU dafür sorgen, dass jede Kapitalanlage von den Versicherern nach ihrem jeweiligen Risiko passgenau abgesichert wird.

Einige Anlagemöglichkeiten könnten ausgebremst werden

Im Herbst soll ein Praxistest erfolgen, in dessen Rahmen die EU Kommisssion 22 Prozent Kapitalunterlegung für strategische Unternehmensbeteiligung vorsieht, bei Aktien soll das Eigenkapital sogar 39 bis 49 Prozent auffangen und Immobilien Investments müssen mit 25 Prozent hinterlegt werden. All dies gilt unabhängig von Standort und zu erwartendem Risiko. Experten befürchten, dass durch diese Regelung bestimmte Anlagemöglichkeiten ausgebremst würden, da sich die Kunden entweder für scheinbar risikolose Kapitalanlagen entscheiden würden, die nach den neuen Regelungen dann aber eine geringere Rendite erwarten ließen- wie zum Beispiel Lebensversicherungen; oder aber in noch risikoreichere Anlagen investieren könnten.

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